Fußball-Skandal: Geschenkter Elfmeter im Champions-League-Finale – Dass es im Fußball nicht immer mit rechten Dingen zugeht, vermuten zumindest Fans immer wieder angesichts fragwürdiger Schiri-Entscheidungen. Eine Enthüllung bringt nun die Fußball-Welt in Aufruhr, nachdem ein Schiri zugab, einen Elfmeter verschenkt zu haben – und das in einem Champions-League-Finale!

Die Rede ist vom ehemaligen englischen Schiedsrichter Mark Clattenburg. Der Ex-Top-Schiri gab nämlich in einem Podcast mit „The Brazilian Shirt Name“ zu, dass er während des Champions-League-Finales 2016 zwischen Real Madrid und Atlético Madrid einen Elfer verschenkte. Genauer gesagt ging es um den Elfmeter für Atlético Madrid zu Beginn der zweiten Halbzeit.

Irregulärer Führungstreffer verantwortlich

Dort kam es zu einem Zweikampf im Strafraum zwischen Atlético-Stürmer Fernando Torres und Reals Verteidiger Pepe, woraufhin Mark Clattenburg einen überaus fragwürdigen Elfer für Atlético pfiff. Wie sich nun herausstellte und vom Engländer zugegeben wurde, eine vom Schiri erzwungene Entscheidung.

Dass Clattenburg diesen Elfer im Bewusstsein einer Fehlentscheidung pfiff, hatte einen Grund. So sagte der Schiri im Podcast, dass der Führungstreffer aus der Anfangsviertelstunde von Real Madrids Sergio Ramos bereits irregulär war. Dort hatte, nach einem Freistoß von Toni Kroos, Gareth Bale den Ball auf eben Ramos verlängert, befand sich allerdings im Abseits.

Alles im Sinne der Balance

Clattenburg: „Ich wusste, dass Bale den Ball in der Mitte berührt hatte, was es für Ramos einfacher machte, das 1:0 aus dem Abseits zu erzielen. Ich habe dann meinen Assistenten gefragt, ob es diese Berührung nach dem Freistoß gegeben hat. […] Ich war sehr verwirrt. Es war eine sehr schwierige Entscheidung.“

Letztendlich gab Clattenburg den Elfer im Bewusstsein zu, einen schwerwiegenden Fehler begangen zu haben. Deshalb kam ihm die darauffolgende strittige Elferentscheidung gerade recht. Clattenburg: „Ich hatte großes Glück. […]War es wirklich ein Foul? Das ist sehr subjektiv. Ich gab den Elfer, da es die Balance wiederherstellte. Real hatte bereits seine Chance mit dem Abseitstor.“

„Es war ein perfekter Tag für einen Schiedsrichter.“

Ein dickes Ding, zumal die Aussage kurz darauf in Spanien für Aufregung sorgte und als „Eine Schande“ betitelt wird. Glücklicherweise ging der „geschenkte“ Elfer, geschossen von Antoine Griezmann, an die Latte. Darüber freute sich Clattenburg wiederum, sagte dazu: „Es war ein perfekter Tag für einen Schiedsrichter.“

Zu den Aussagen von Clattenburg äußerte sich derweil Schiedsrichter Alfonso Pérez, der gegenüber „Marca“ wetterte: „Das ist völlig surreal! Es ist eine Schande, solche Dinge zu hören, denn dies widerspricht allem, was einen Schiedsrichter ausmacht.“

Pérez wies zudem drauf hin, dass ein guter Schiedsrichter immer die eigenen Fehler zu verantworten habe und eben „nicht mit einem weiteren Fehler ausgleichen“ könne.

Quelle: rtl.de