Am 25. Mai dieses Jahres ist es soweit: Das deutsch-deutsche Finale in der Champions League. Der FC Bayern gegen Boruissia Dortmund. Da schlägt das germanische Fußballerherz gleich mal vier Takte schneller. Allerdings war der Weg dorthin für die Heynckes-Elf streckenweise deutlich steiniger als zum Gewinn der deutschen Meisterschaft.

Startschwierigkeiten in Weißrussland

Dabei warteten in der Gruppenphase mit dem OSC Lille, dem FC Valencia sowie BATE Borissow drei absolut lösbare Aufgaben. Die Fahrt ins weißrussische Borissow entpuppte sich für die Bayern jedoch als eiskalte Dusche – mit einem enttäuschenden 1:3 ging es wieder zurück nach München. Auch beim mageren 1:1 gegen Valencia war nicht viel vom Glanz der süddeutschen Millionentruppe zu sehen. Für den ersten Gruppenplatz reichte es trotzdem, der Einzug ins Achtelfinale war gesichert.

Im Februar dieses Jahres kam es dann zur „Wiedervereinigung" von Poldi und Schweini – die Partie Arsenal London gegen FC Bayern München stand auf dem Programm. Aus dem anfänglichen Spaß wurde schnell bajuwarischer Ernst, denn die Gunners mussten eine harsche 1:3-Schlappe im eigenen Stadion hinnehmen. Das Tor zum Viertelfinale schien damit weit geöffnet, allerdings ließen Podolski, Mertesacker & Co. die Bayern nicht kampflos durchschlüpfen. Beim Rückspiel in der Allianz-Arena blies Arsenal zur Attacke, belohnte sich mit einem 0:2-Auswärtssieg. Nur Dank der drei Auswärtstore aus dem Hinspiel zog Bayern in die nächste Runde ein.

Rache an Italien und Spanien

Ab dem Viertelfinale gab es Nachhilfeunterricht für die deutsche Nationalmannschaft. Auf dem Stundenplan stand das Fach: „Wie fegt man Italien und Spanien vom Platz". Mit jeweils 2:0 schickten Müller, Ribery & Co. die italienischen Vertreter von Juventus Turin im Viertelfinale vom Platz. Wenige Wochen später beim Halbfinale wurde sogar der einstmals übermächtige FC Barcelona im beängstigend effektiven Getriebe der Heynckes-Elf zermahlen. Messi, Xavi sowie Iniesta hatten nichts entgegenzusetzen, „mia san mia" statt „Tiki-taka". Mit 4:0 und 3:0 demütigten die Bayern das katalanische Fußballballett.

Nur ein Sieg trennt den FC Bayern München jetzt noch zum ersten Champions-League-Sieg nach dem glorreichen Triumph im Jahr 2001. Die Rekordmeisterschaft,  die bestechende Form des ohnehin starken Kaders und der Götze-Ausfall drängen die Bayern in die Favoritenrolle, die Fallhöhe bei einer Niederlage ist deshalb aber umso größer.