Zum 01.06.16 ist es so weit – kompetente Kerlchen des IFAB habe sich Gedanken über Regeländerungen gemacht, die bereits bei der Europameisterschaft in Frankreich umgesetzt werden. Wir sagen euch, welche neuen Regeln ab nächster Saison gelten:

Die Dreifachbestrafung:
Wer hat sich nicht geärgert? Thomas Müller stürmt alleine auf das Tor zu und kommt zu Fall. Oft strittig, doch bisher die logische Konsequenz: Elfmeter, Rote Karte sowie die Sperre des Gegenspielers. Damit hat es sich dank der neuen Richtlinien des IFAB – diese Sanktionen können und dürfen nicht mehr der Weg sein. Die Schiedsrichter sind angehalten, situationsbedingt zu handeln. Sie können auch nur mit der Gelben Karte ahnden, wenn der Gegner zumindest ansatzweise eine Chance auf Ballbesitz hatte. Die Torchance wird durch den Strafstoß aufrechterhalten. Ein Hoch auf das Gremium für diese längst überfällige „Reform“.

Das Elfmeterschießen:
Sollte sich ein Spieler während des Elfmeterschießens verletzten, so ist dies künftig legitim. Die andere Mannschaft muss in diesem Fall ebenfalls einen Spieler von der Schützenliste streichen. Es besteht also Hoffnung für Hrn. Hummels in Hinblick auf das bevorstehende Pokalfinale, sich auf den Weg zum entscheidenden Punkt zu machen und urplötzlich das Opfer eines Muskelfaserrisses zu werden – Lothar Matthäus lässt grüßen. Aber sorry, lieber Mats: Die Regeln gelten erst ab dem 01. Juni.

Rote Karten vor dem Spiel:
Schiedsrichter können künftig bereits vor dem Spiel Platzverweise aussprechen. Sollten zwei Spieler vor dem Anpfiff aneinandergeraten, so droht der Ausschluss. Dies hat jedoch keine Konsequenz für das Spiel – 11 Mann pro Team dürfen weiterhin auf dem Platz stehen.

Bahnbrechende Veränderungen:
Anstöße dürfen bald nach hinten gespielt werden. Elfmeter werden fortan mit indirektem Freistoß für den Gegner bestraft, wenn nicht der offensichtliche Schütze antritt oder gar der Ball nach hinten gespielt wird. Wer mutwillig Ecken Richtung eigenes Tor schießt, wird sich zukünftig mit einem Eckball für das gegnerische Team konfrontiert sehen.
Seien wir ehrlich: Die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering. Doch ist es künftig regulatorisch klar festgehalten, sodass sich in diesen Fällen keiner mehr wundern kann.

Freuen wir uns, dass das diskussionswürdige Thema der Dreifachbestrafung dank eindeutiger Regularien ein Ende gefunden hat. In Bezug auf die anderen Veränderungen darf man sich schon die Frage stellen, ob das Gremium bei den angesetzten Meetings nicht ein bisschen zu viel Zeit hat ...