Was bei vielen Boxern bereits zum Allgemeinwissen gehört, nämlich dass zu viele Schläge auf den Kopf Einfluss auf das Denkvermögen nehmen, hat eine neurologische Studie jetzt auch bei Fußballern nachgewiesen.

Das deutsch-amerikanische Projekt unter der Leitung der Münchener Radiologin Inga Koerten hat zum ersten Mal medizinisch stichhaltige Beweise dafür gefunden, dass sich bestimmte Teile des Gehirns großflächig verändern, wenn Fußballer innerhalb von zwölf Monaten um die zweitausend Kopfbälle absolvieren. Das zumindest ist die generelle Größenordnung.

Betroffen seien vor allem die Bereiche des Gehirns, die für die Datenübertragung und -speicherung verantwortlich sind, also das generelle Denk- und Erinnerungsvermögen. Der Effekt ist dabei schleichend und deswegen besonders tückisch: Es muss keine Kopferschütterung oder eine andere gravierende Verletzung auftreten, damit sich die Anzeichen bemerkbar machen.

Alle von euch, die vor einem wichtigen Spiel stehen oder in ihrem Ü30-Verband davon träumen endlich Regionalmeister zu werden, sollten sich deshalb fragen, ob es für das eine goldene Siegestor nicht auch ein schöner Fallrückzieher tut. Achtet einfach auf euch, wie in jedem anderen Sport auch und fragt euch selbst, ob euch der Ehrgeiz und Erfolg jetzt den weichen Keks später wert sind.

Quelle: Handelsblatt