„Das Runde muss ins Eckige“ ist eine alte Fußballweisheit. Wenn das Runde dabei zusätzlich ordentlich wippt, umso besser. Das dachten sich jedenfalls die Veranstalter der ersten Nacktfußball-EM der Frauen, die an diesem Wochenende in Berlin stattfand.

Praller als jeder Fußball

Insgesamt vier Teams, bestehend aus je vier Erotik-Models, traten beim Turnier gegeneinander an und das mit vollem Einsatz. Die Regeln waren so simpel, wie auch für alle männlichen Zuschauer erfreulich: Bei jedem Gegentreffer mussten die ohnehin leichtbekleideten Damen sich von einem Stofffetzen trennen, bis schlussendlich alle Spielerinnen nackt waren. Um das sportliche Ergebnis ging es zwar am Ende auch, aber dafür hatten wohl die Wenigsten Augen. Kein Wunder, immerhin legten die Besucher 46 bis 112 Euro auf den Tisch, um bei diesem Event dabei zu sein. Dafür bekamen sie aber auch eine Menge geboten: verbissene Zweikämpfe, schöne Tore und Körbchengrößen von A bis D.

Erotik und Fußball

Der Grundgedanke des Turniers sei es, so Mitveranstalter Wolfgang Schaubeck, Erotik mit Fußball zu verbinden. Eine Philosophie, die auf große Resonanz traf, sowohl positiv als auch negativ. Ein feministisches Protestbündnis etwa fand diese Mischung aus Sport sowie nackter Haut gar nicht lustig und verurteilte die Veranstaltung als „Pornofizierung der Gesellschaft“.

Eine TV-Liveübertragung wird es wahrscheinlich auch in Zukunft nicht geben, wobei wir dies ausdrücklich begrüßen. Man stelle sich das nur einmal vor: Knackige Spielerinnen, die Stück für Stück mehr Haut entblättern, Kurven im Zweikampf einsetzen und dabei lauscht man dem Wortgeplätscher von Marcel Reif. Das passt einfach nicht zusammen …

Quelle: T-Online