BVB-Boss Watzke ist ja für seine direkte Art bekannt. Auch ist er sich nicht zu schade, immer mal wieder einen rauszuhauen. Dieses Mal fordert er Gefängnisstrafen für Fußball-Randalierer! Vor dem brisanten Derby gegen Erzrivale Schalke 04 am kommenden Dienstag sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der Sportbild, dass Krawallmacher, die sich im Stadion danebenbenehmen, ruhig mal ein paar Tage einsitzen könnten.

Dadurch könne sich derjenige dann auch am Arbeitsplatz bei seinem Chef verantworten. Doch Watzkes Kommentar ist wohl eher der Tatsache geschuldet, dass er aktuell der Lage etwas hilflos gegenübersteht – und Aktionismus einer Lösung des Problems mit gewalttätigen Fans im Wege stünde.

Hier müsse der Gesetzgeber eingreifen. Die Sorge vor neuen Krawallen ist nicht unbegründet, gab es im Hinspiel zwischen Schalke und Dortmund einige Unruhen, was mit hunderten von Stadionverboten für betroffene Fans geahndet wurde.  Der BVB bezog gestern ebenfalls Stellung zu diesem Thema: „80.000 Fans im Stadion – das ist eine Kleinstadt. Es geht um Menschen, die andere in Gefahr bringen oder eine Straftat begehen – und nicht um jene, die mal einen Zaun besteigen“, so Mediendirektor Sascha Fligge.

Die Liga steht dem Ganzen sehr gespalten gegenüber. Am Ende könne eh nur die Justiz Vorschläge für eine Bestrafung von Gewalttätern verhängen. Schnellgerichte, wie bei der Weltmeisterschaft 2010 und der Europameisterschaft 2012, zeigen: Die Möglichkeit, Strafen zeitig umzusetzen, liegt im Bereich des Möglichen.

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Quelle: WZ