Anstatt seine Haut in der Sonne brutzeln zu können und einfach gescheit Urlaub machen zu dürfen, wurde Franck Ribéry wieder von den dunklen Wolken des Sex-Skandals eingeholt. Nach der einzigartigen Erfolgssaison des FC Bayern München wird am morgigen Dienstag in Paris zur ersten Halbzeit des Sexprozesses angepfiffen. Ribéry wird zusammen mit Karim Benzema (Real Madrid) sowie sechs weiteren Angeklagten vorgeworfen, sich mit der minderjährigen Prostituierten Zahia D. eingelassen zu haben.

Und da auch in Frankreich eine Beziehung zu Minderjährigen unter Strafe steht, drohen den Angeklagten Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen von bis zu 45.000 Euro. Sowohl Ribéry als auch Benzema sollen jedoch nicht gewusst haben, dass die damals 17-jährige Zahia D. die Volljährigkeit noch nicht erreicht hatte. Beide Beschuldigten werden allerdings ebensowenig zur morgigen Anhörung erscheinen, wie das angebliche Opfer. Laut Ribérys Anwalt Carlos Alberto Brusa erscheint der 30-Jährige nicht, da es in diesem Fall weder Opfer noch Anklage gibt. Zudem tritt Zahia D. nicht als Nebenklägerin auf und trägt den beiden Fußballern nichts nach. Für Bursa ist die ganze Geschichte nur ‚skandalös’ und soll dazu genutzt werden, einen waschechten Show-Prozess aufzuziehen.

So blickt man nun gespannt zum Pariser Gericht, das in vier Verhandlungstagen über Strafe oder Freiheit des Bayern-Linksaußen entscheidet.

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Quelle: Welt