Bereits im Dezember 2010 hatte Katar in Zürich den Zuschlag zur Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft erhalten, die 2022 in dem Land ausgetragen werden sollte. Seitdem hagelt es jedoch Kritik von allen Seiten: Politik und Sport zweifeln, ob eine Austragung im Sommer möglich sei.

Hauptgrund für die berechtigten Zweifel ist wohl, dass in den Sommermonaten die Temperaturen in Katar nicht selten auf 50 Grad Celsius ansteigen. Bei diesen harten Bedingungen eine WM auszutragen sei schlichtweg unverantwortlich.

Wenn es nach FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke geht, sollte das Turnier der Superlative eben deshalb nicht im Sommer ausgetragen werden, sondern "zwischen dem 15. November und spätestens dem 15. Januar“ stattfinden. Dies teilte der zweitmächtigste Mann der FIFA vor wenigen Tagen dem französischen Radiosender „France Info“ mit.

Offen ließ Valcke dabei, ob die für 2022 geplante WM in der Saison 2021/22 oder erst 2022/23 ausgetragen werden sollte. In den Wintermonaten sei das Wetter mit Temperaturen um 25 Grad aber erträglich und „perfekt, um Fußball zu spielen."

Bereits wenig später wurde die kritische Aussage des Franzosen allerdings von der FIFA aufgehoben. „Der Beratungsprozess wird nicht überstürzt und bekommt die notwendige Zeit, alle relevanten Elemente in Betracht zu ziehen“, heißt es in einer schriftlichen Erklärung. Wie geplant werde ein genauer Zeitpunkt erst nach der diesjährigen WM in Brasilien festgelegt.

Katar gestaltet sich als Standort für die WM als äußerst schwierig, dennoch will FIFA-Präsident Blatter unbedingt an dem Land als Veranstaltungsort festhalten. Von einer Sommer-WM distanzierte er sich aber ebenfalls und auch der Zeitraum zwischen Januar und Februar sei „wegen der Überschneidung mit den Olympischen Spielen ausgeschlossen“.

Quelle: Sportschau