2014 geht es nach Brasilien und 2018 geht es nach Russland, um die Weltmeisterschale nach Deutschland zu holen. 2022 soll die Weltmeisterschaft in Katar stattfinden – und an dem Urteil wird weiterhin kräftig Kritik geübt. Auch Entwicklungsminister Gerd Müller von der CSU stimmt in die Kritik mit ein.

Er hält die Auswahl von Katar als Austragungsort der FIFA WM 2022 für ein „krasses Fehlurteil“. Außerdem sei es „nicht mehr zeitgemäß, eine Fußball-WM abgehoben von den Menschen zu machen und soziale und ökologische Standards zu ignorieren.“

Dabei spielt Müller auf die Tatsache an, dass zum einen die Arbeiter beim Stadienbau ausgebeutet werden und dies in Augen vieler bereits als Menschenrechtsverletzung gilt. Ebenso sei es unverantwortlich, dass Stadien in der Wüste gebaut werden, die anschließend mit hohem Energieaufwand wieder durchklimatisiert werden müssen. Ähnliche Bedenken äußerte er auch zur kommenden WM 2014 in Brasilien, wo die Sportarenen in tropischen Regenwäldern erbaut werden, ohne eine etwaige spätere Nutzung zu bedenken.

„20 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 80 Prozent der weltweiten Ressourcen. Das kann so nicht weitergehen“, predigt Müller. Schauen wir mal, ob die FIFA zur Vernunft kommt und Katar als Austragungsort streicht.

Quelle: Focus