„Geld schießt Tore”, eine Aussage, die schon seit Lebzeiten des Fußballs kursiert aber nicht nur Befürworter findet. Für den finanziell angeschlagenen Bundesligisten Schalke 04 soll dies aber bald in die Tat umgesetzt werden. Denn wie der S04-Vorstandsvorsitzende Clemens Tönnies in einem Interview mit der SportBild nun erklärte, will man den Revierklub künftig konkurrenzfähiger machen, um sich auf der europäischen Bühne besser behaupten zu können. Auch mit Blick auf die aktuelle Ligasituation, wo der FC Bayern dominant und alleine seine Kreise an der Tabellenspitze zieht. Deshalb denkt man bei den Königsblauen darüber nach, den Etat weiter anzuheben. Dabei liegt der aktuelle Profi-Etat bereits bei satten 78 Millionen Euro.

Tönnies: Fakt ist: Geld schießt Tore. Ich ziehe den Hut vor Klubs wie Freiburg oder Paderborn, die mit finanziell vergleichsweise bescheidenen Mitteln in der Bundesliga spielen. Aber sie müssen mit großer Kraft den Klassenerhalt sichern. Will man in der Bundesliga jedoch um die ersten drei, vier Plätze mitspielen, hat das auch etwas mit hohen Etats zu tun. Wir Verantwortliche müssen dafür die Voraussetzungen schaffen. Dann sind Summen über 100 Millionen Euro als Personal-Etat für die Profi-Mannschaft keine Seltenheit.“

Tönnies stützt seine Aussage damit, dass am Ende des Tages der sportliche Erfolg, eben auch automatisch höhere Einnahmen generiere. Diese sind seiner Meinung nach aber nur mit einem entsprechend starken Kader zu erreichen. Allerdings ist der Klub aus dem Ruhrgebiet nicht das Finanzmonster der Bundesliga, hat er doch weiterhin mit einer ordentlichen Summe an Verbindlichkeiten zu kämpfen. Wie das alles mit der Aussage, den Klub erst einmal finanziell zu konsolidieren, zusammenpasst, wird die Zukunft zeigen.

Foto: Ververidis Vasilis / Shutterstock.com