Eklat im DFB-Pokal – HSV-Spieler geht nach Beleidigung auf Fan los: Der Hamburger Sportverein hatte im DFB-Pokal gegen Drittligist Dynamo Dresden einen vollständig gebrauchten Abend: Erst ging Zweitligist HSV sang- und klanglos mit 1:4 baden – und nach dem Spiel kam es zum Eklat, als dem Hamburger Innenverteidiger Toni Leistner bei einer Konfrontation mit einem pöbelnden Fan die Sicherungen durchbrannten.

Nach dem Abpfiff ging es für Leistner zum Sky-Interview. So weit, so normal – doch während des Interviews wurde er von der Tribüne aus von einem Dresden-Fan massiv beleidigt. Daraufhin fackelte der HSV-Neuzugang nicht lange, kletterte über die Mauerbegrenzung auf die Ränge. Sein Ziel: der Pöbler. Leistner packte den Mann und schüttelte ihn – der ging daraufhin zu Boden.

Ordner und Fans gingen dazwischen, schubsten und attackierten Leitner, der sich wieder Richtung Sky-Interview-Zone entfernte und das Interview fortführte, bevor es letztlich abgebrochen wurde.

Reporter Jurek Rohrberg bei Sky: „Wir wollten das Interview starten und es kamen aggressive Beleidigungen von den Rängen. Leistner war extrem angefressen aufgrund seiner schlechten Leistung und der Performance der Mannschaft. Er ist in den Block geklettert und hat sich den Fan gekrallt, der ihn aufs Übelste beleidigt hat.“ Rohrberg gab auch an, dass Leistner den Fan nicht geschlagen habe, vielmehr sagte er: „Ich würde es mal wild durchschütteln nennen.“

Leistner selbst verkündete einige Stunden nach dem Abpfiff via Instagram: „Ich bin nach dem Spiel von der Tribüne meiner Heimatstadt aus massiv beleidigt worden. [...] Das ging extrem und massiv unter die Gürtellinie gegen meine Familie, meine Frau und meine Tochter. In dem Moment sind mir die Sicherungen durchgebrannt.“

Der HSV-Mann sagte zudem, dass er zwar nicht seine Familie beleidigen lasse – dennoch entschuldigte er sich für sein Verhalten nach Spielschluss.

Leistner betonte auch, dass ihm so etwas nicht passieren dürfe. Er versprach, dass so etwas niemals mehr passieren werde. Sicherlich darf ein Profi sich nicht zu so einer Aktion hinreißen lassen. Nachvollziehen kann man seine Aktion dennoch. Zumal Augenzeugen in den sozialen Netzwerken und Foren berichten, dass der angegangene Dresdner Fan zuvor Leistners schwangerer Frau eine Fehlgeburt gewünscht haben soll.

In den sozialen Medien erfährt Leistner Verständnis für seinen Wutanfall. Schließlich hat alles seine Grenzen, auch Beleidigungen im Fußball.

Quelle: bild.de