Damit haben nur Wenige gerechnet! Im heutigen Länderspiel zwischen den USA und Deutschland kam es zu einem wahren Torfestival, bei dem vor allem das Team von Jürgen Klinsmann zu überzeugen wusste.

Tore, Tore, Tore

Dabei machte sich die deutsche Nationalmannschaft das Leben selbst schwer und wirkte vor allem in den ersten 20 Minuten unkonzentriert. So kam es dann auch, dass es bereits in der 13. Minute im Kasten von Marc-André ter Stegen klingelte. Das erste Tor des Abends erzielte Altidore, der mustergültig eine Flanke vollkommen frei stehend im Strafraum verwandelte.

Doch wer dachte, dass die Jungs von Joachim Löw nun Gas geben würden, sah sich geirrt. In der 16. Minute kam es dann zu einer kuriosen Szene, als der deutsche Keeper sich bei einem Rückpass von Höwedes verschätzte und den Ball ins Tor kullern ließ. Ein Eigentor, dass sicher in so manchem Jahresrückblick auftauchen dürfte. Im weiteren Verlauf der Halbzeit machten die US-Boys hinten dicht und ließen die Deutschen kommen, allerdings ohne zählbaren Erfolg.

Nach dem Seitenwechsel sah es so aus, als hätte Löw in der Pause die richtigen Worte gefunden. Die deutsche Nationalmannschaft war nun deutlich engagierter und erzielte in der Folge in der 51. Minute das 2:1 durch Heiko Westermann.

Schon 9 Minuten später wurden die Hoffnungen der deutschen Fans im Keim erstickt. Clint Dempsey stellte den alten Vorsprung wieder her - 3:1. Danach drehte Dempsey erst richtig auf: In der 64. Minute hatte der US-Spieler alle Zeit der Welt, ließ erst Lukas Podolski ins Leere rutschen und erzielte dann aus knapp 22 Metern ein Traumtor in den Winkel zum 4:1.

Die DFB-Elf dreht auf

Nun nahm das Spiel eine unerwartete Wendung. Während die Amerikaner die Uhr nur noch herunterspielen wollten, bäumten sich die Deutschen gegen eine drohende Blamage. Von nun an gab es einen Sturmlauf auf das Tor von US-Keeper Howard, bei dem sich die DFB-Elf zwar überraschend, aber nicht unverdient in der 79. Minute mit einem tollen Tor von Max Kruse noch einmal herankämpfte. 120 Sekunden später war es Julian Draxler, der einen Abpraller dankend abstaubte und somit sogar auf 4:3 verkürzte.

Die Schlussphase war dann ein Hin und her mit Chancen auf beiden Seiten, wobei Ter Stegen seinen Fehler beim 2:0 ausbügelte, als er in der 88. Minute eine Glanzparade nach einer Ecke zeigte. Am Ende reichte es aber nicht mehr zu einem weiteren Tor und so jubelten die US-Fans über einen unerwarteten Ausgang.

Es war eine bittere, aber am Ende verdiente Niederlage für die Elf von Jogi Löw und sicher ein unvergesslicher Sieg für Jürgen Klinsmann. Für Löws Truppe war es im übrigen die erste Niederlage seit dem 1:3 gegen Argentinien im August letzten Jahres.