Spanien, der Welt- und Europameister verliert an Boden und scheint langsam aber sicher ins Hintertreffen zu geraten. Ob Trend oder Momentaufnahme, nach der gestrigen 3:0-Finalniederlage im Confederations Cup gegen Brasilien, zeichnet sich ab, dass Spanien nicht mehr das stärkste Team der Welt bildet. Bereits im Vereinsfußball während der Champions-League-Saison stolperten die spanischen Teams FC Barcelona und Real Madrid deutlich gegen Bayern München und Borussia Dortmund.

Ein neuer Favorit für die kommende WM scheint allerdings wieder zu alter Stärke zu gelangen – Brasilien. Die Seleção fegte die Spanier im legendären Maracanã Stadion vor 73.531 Zuschauern gestern regelrecht vom Platz. Bereits nach zwei Minuten jubelte Brasilien, als Fred zum 1:0 einnetzte. Mit der Führung im Rücken hatte die brasilianische Elf keine Mühe, den Gegner zu beherrschen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgte Neymar in der 44. Minute für das hochverdiente 2:0. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Drops gelutscht, denn die Spanier zeigten zu keinem Zeitpunkt Stärke und Klasse. Dieses Privileg beanspruchten die Brasilianer für sich. Das galt auch für die 2. Halbzeit.

Coach Luiz Felipe Scolari und sein Team konnten kurz zu Beginn der zweiten Spielhälfte erneut jubeln, als Fred in der 47. Minute zum zweiten Mal traf und Spaniens Untergang mit dem 3:0 endgültig besiegelte. Ob es an den Temperaturen gelegen hatte, dass die Iberer so platt wirkten, sei einmal dahingestellt, aber in diesem Spiel kam einfach nichts Gutes zustande. In den restlichen Minuten der Partie versemmelte Ramos noch einen Foulelfmeter und Pique wurde nach einer Notbremse mit Rot frühzeitig duschen geschickt. Es gibt halt Tage, da bleibt man lieber im Bett.

Und so feierte Brasilien einen wichtigen Sieg, einen beachtlichen Titel und steht somit wieder bei allen auf dem Zettel, wenn es um die Fußball-WM im Wohnzimmer Brasiliens geht. Ob sich Spanien noch als WM-Favorit aufrappeln kann?

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