Die Bundesliga hat in den letzten Jahren enorm an Ansehen im Ausland gewonnen, vor allem durch die Auftritte der Bundesliga-Klubs in der Champions League. Doch die Präsenz im Ausland soll noch weiter wachsen, mit fixen Ideen wie dem Verschieben des Saisonauftakts. Zumindest wenn es nach Bayerns Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge geht.

Dieser sprach sich nun für eine stärkere Präsenz der Bundesliga-Klubs im Ausland aus. Karl-Heinz Rummenigge, Hans Meyer von Borussia Mönchengladbach sowie Sportökonom Prof. Dr. Bernd Frick diskutierten mit Moderator Jörg Jakob im Rahmen einer Veranstaltung der Deutschen Akademie für Fußballkultur. Um die Bekanntheit und Sympathie der Bundesliga weiter zu steigern, hat Rummenigge einige Ideen verlautbart. Natürlich auch mit dem Ziel, am Ende die Vermarktungserlöse zu erhöhen.

Geld regiert halt auch die Bundesligawelt und so würde für Rummenigge auch eine Verschiebung des Saisonauftaktes von Mitte auf Ende August Sinn machen. Dadurch könnten Klubs in der Sommerpause Reisen in entfernt liegende Länder besser absolvieren, um zum Beispiel in Asien die deutschen Klubs zu bewerben. Jährlich nimmt die DFL rund 70 Millionen Euro durch internationale Geldquellen ein. Rummenigge rechnet mittelfristig mit 200 Millionen im Jahr. Im Vergleich zur englischen Premier League, die 800 Millionen per anno umsetzt, ist die Bundesliga jedoch ein kleiner Fisch in der internationalen Geldmache.

Für Rummenigge sind aktuell Länder in Fernost ein schmackhaftes Ziel, um die Bekanntheit der Klubs zu fördern. Auch die Trainer, zumindest beim FC Bayern München, seien bereit, solche strapaziösen Reisen mit in die Vorbereitung einzubauen. Während Pep Guardiola solche Touren aus Barcelona kennt, musste Rummenigge ganze sechs Anläufe bei Jupp Heynckes starten, um ihn von einem China-Trip zu überzeugen. Generell sprachen sich Meyer und Rummenigge während der Diskussion für Reisen in der Vorbereitung positiv aus. Allerdings nicht, wenn es um das Thema Austragungen der Bundesligaspiele in China oder den USA geht, wie es Prof. Dr.  Frick vorgeschlagen hatte.

„Kulturwandel ist gut, aber wir wollen keinen Kulturschock“, entgegnete der Bayern-Boss, der dafür plädierte, den Saisonauftakt zwei Wochen nach hinten zu schieben, um den Klubs Zeit für Auslandsreisen zu verschaffen. Denn dies ist bereits heute ein überaus lukrativer Nebenverdienst. Nahmen die Bayern laut Rummenigge doch inzwischen über 80 Millionen Euro durch mehr Merchandising-Umsätze und bessere TV-Präsenz im Ausland ein.

Quelle: Kicker