Die Bundesliga: ein Land, in dem Milch und Honig fließen. Zumindest wenn man auf die Gehaltschecks der Spieler schaut. Doch nicht nur die Jungs auf dem Platz erhalten oft weit mehr als sie verdienen (Man denke an Marko Arnautovics Kommentar zu einem Polizisten: „Ich verdiene so viel, ich kann dein Leben kaufen.“), auch die Gehälter der Spielerberater haben sich mittlerweile in exorbitante Höhen geschraubt.

So geht aus bislang unveröffentlichten Unterlagen der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Saison 13/14 hervor, dass die Herrschaften erstmals die 100-Millionen-Euro-Honorargrenze überschritten haben. Keine schlechte Wertsteigerung, bedenkt man, dass die Summe vor vier Jahren noch bei gut 70 Millionen lag. Doch wie kommen derartige Zahlen zustande?

Die Agenten der Spieler verdienen bei Vertragsverlängerung üblicherweise so um fünf bis fünfzehn Prozent des Jahresbruttoverdienstes ihrer Schützlinge, erhalten Prämien für Meisterschaften und langen auch bei Ablösesummen und Handgeld im Falle eines Wechsels ordentlich zu. Kosten, die bisher von den Vereinen gestemmt werden, was Bayern Münchens Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge so gar nicht passt. Er plädiert dafür, dass die Spieler zukünftig für die Gehälter ihrer Agenten selber aufkommen sollen. Die Bezahlmodelle wie sie jetzt sind, betitelte er als „absurd“.

Unrecht hat er wohl nicht, aber im Verhältnis zur englischen Premier League sind die deutschen Spielerberater noch bescheiden. Dort gab man für deren Dienste in der vergangenen Saison satte 145 Millionen Euro aus!