Wir Männer wollen Fußball, Bier und Fleisch! So lautet zumindest ein Vorurteil, das heutzutage nicht mehr zu zählen scheint und in vielen Stadien gibt es mittlerweile ein umfangreiches, vegetarisches Angebot an Speisen. Die Tierschutzorganisation PETA hat nun die Vegetarier-freundlichsten Stadien Deutschlands ausgezeichnet.

Bayern auch Vegetarier-Meister

Dieses Jahr ist der FC Bayern München einfach unerreicht. Ob in der Bundesliga, dem DFB-Pokal, der Champions League oder beim Thema „fleischloses Essen“. Laut PETA bietet die Allianz Arena nämlich das mit Abstand beste Angebot für alle Fans von Tofu, Gemüse und Obst. Auf den weiteren Rängen weit abgeschlagen folgen die Stadien von Hannover 96 (Platz 2), Eintracht Frankfurt (Platz 3), Hamburger SV (auch Platz 3) und SC Freiburg (Platz 4). Dabei unterscheiden sich die Angebote stark voneinander. So überzeugt Frankfurt etwa mit Obstsalat, Erbseneintopf oder frischem Bauernbrot, während in Hamburg Bärlauchcrème-Landbrot oder Asia Nudeln mit Thai Curry auf der Speisekarte stehen.

Vegetarische Fans von Westvereinen schauen im Übrigen in die Röhre. So heißt es in einer Mitteilung von PETA: „In Mönchengladbach, Düsseldorf […] müssen vegetarische und vegane Fans auf den Rängen zwar nicht verhungern, haben aber auch keine große Auswahl an Speisen.“

Kultvereine an der Spitze

Auch die zweite Liga hat sich die Tierrechtsorganisation genauer angeschaut und ein Ranking erstellt, bei dem vor allem die großen Traditionsclubs die Nase vorn haben. So tummeln sich mit 1860 München, dem FC St. Pauli, dem 1. FC Kaiserslautern und auch dem 1. FC Köln gleich vier Ex-Bundesligisten an der Spitze. Die Platzierung von 1860 wundert indes nicht, da sich der Club die Allianz Arena mit dem FC Bayern teilt.

Tja, Männer, die Zeiten, in denen es nur Bier und Bratwurst im Stadion gab, sind endgültig vorbei!