DAZN greift nach den Sternen. War der Streamingdienst bisher darauf beschränkt, lediglich Highlights von Bundesliga-Spielen zeigen zu dürfen, möchte man nun, in der kommenden Verhandlungsrunde um die Live-Übertragungsrechte, mitmischen. Aktueller Stand: In den nächsten zweieinhalb Jahren sehen wir 266 von 306 Ligaspielen pro Saison live bei Sky, den Rest exklusiv bei Eurosport. Dahinter folgen dann Zweitverwerter wie ARD, ZDF, Sport1, Amazon, RTL Nitro und DAZN.

Mit diesen Status Quo möchte DAZN sich nicht zufriedengeben und wetzt die Klingen für den Kampf um die Rechte von 2021 bis 2025. Laut Deutschlandchef Thomas de Buhr erwäge man, im kommenden Jahr am Verhandlungstisch ein Angebot abzugeben. Gegenüber der „Sport Bild“ äußerste de Buhr: „Natürlich interessieren wir uns auch dafür, Highlight-Rechte halten wir ja schon.“

Dabei möchte der Anbieter sich nicht bloß auf die Erste Liga beschränken: „Die Bundesliga und auch die 2. Bundesliga sind für Sportfans im deutschsprachigen Raum enorm interessant, und wir werden uns ganz genau ansehen, in welcher Form diese Rechte auf DAZN abbildbar sind.“

Bislang und bis einschließlich der Spielzeit 2020/21 sind auf DAZN lediglich Zusammenfassungen aller Partien der Ersten und Zweiten Liga zu sehen, sowie einige Testspiele aus den Trainingslagern diverser Vereine. Allerdings stellt sich das aufstrebende Portal in Sachen Sportarten und Rechtepakete immer breiter auf und zeigt bereits ausgewählte Spiele der Champions League sowie die Spiele der Europa League.

Das erklärte Ziel des Streamingdienstes ist Reichweite. Und so hat sich der Preis für das Monatsabo bislang konstant bei 9,99 Euro halten können. Ob das auch so bliebe, wenn DAZN bei den ganz großen Paketen mitbieten möchte, ist natürlich fraglich. Doch de Buhr beschwichtigt: „Am Ende des Tages müssen die Rechte für uns auch wirtschaftlich darstellbar sein. Ein Rechtepaket, das uns zwingen würde, den Preis auf 30 Euro im Monat anzuheben, macht für uns keinen Sinn.“

Quelle: welt.de