Die beiden Liga-Konkurrenten Borussia Dortmund und der FC Bayern München sind beziehungstechnisch mittlerweile in der Eiszeit angekommen. Und der Dauerzoff scheint sich bis auf unbestimmt Zeit auszudehnen. So wurde die nächste Runde im Zwist der beiden Bundesliga-Topklubs eingeläutet, als Vorstandschef Rummenigge diese Woche die „Eiszeit“ zwischen beiden Clubs ausgerufen hatte.

Karl-Heinz Rummenigge in der Sport-Bild: „Wir brauchen keinen Friedensgipfel und auch kein Treffen mehr mit dem BVB.  Damit meine ich, dass in der Zukunft kein Essen mehr vor den Bundesligaspielen stattfindet. Das ist vielleicht ein ehrlicherer Umgang, als wenn man sich trifft und dabei gegenseitig seine – nicht vorhandene – Hochachtung versichert.“

Aus Münchner Sicht hatte alles angefangen, als BVB-Boss Watzke falsche Aussagen zu einem früheren Kredit tätigte, den der FC Bayern dem BVB vor Jahren gewährte. Es folgten einige öffentliche Wortgefechte, vor allem zwischen Watzke und dem künftigen Bayern-Präsidenten Karl Hopfner. „Karl Hopfner hat die Fakten korrekt dargestellt, nachdem da vorher etwas nicht Korrektes von Dortmund behauptet wurde. Dann haben wir aktuell eben ein wenig Eiszeit.“ Das sei allerdings kein großes Problem für den FCB, Rummenigge in seinem Sport-Bild-Interview weiter: „Das gab es früher mal mit dem 1. FC Köln und Christoph Daum, das gab es auch mit Werder Bremen und Willi Lemke. Wir müssen hier nicht nur kuscheln.“

Aktuell hat sich Karl Hopfner noch mal im aktuellen Kicker zu Wort gemeldet und die Reaktion von Joachim Watzke gekontert, der eine Entschuldigung gefordert hatte, um sich überhaupt wieder annähern zu können. Hopfner dazu: „Ich entschuldige mich sicherlich nicht, auf keinen Fall.“ Eines ist hierbei so sicher wie das Amen in der Kirche: Eine Freundschaft wird daraus sicher nicht mehr entstehen. So oder so hat dieser Nebenkriegsschauplatz allerdings eher etwas von einem Kindergartentheater.

Deshalb sollte man sich schnell wieder auf das Sportliche konzentrieren – und da können bereits am 17. Mai im DFB-Pokalfinale schlagkräftige Taten folgen, wenn sich der FC Bayern mit den Borussen aus Dortmund messen muss. Spannung und Feuer sind auch wegen der Gesamtsituation definitiv schon einmal angesagt.