Wir leben in sehr sensiblen, manche würden sagen übersensiblen Zeiten. Ein falsches Wort zur falschen Zeit, insbesondere am Arbeitsplatz, und man hat seine Schublade weg – oder eben besagten Beruf. Sagen wir es mal so: Für den Mann aus diesem Video ist es wahrscheinlich eine gute Sache, dass er nicht heute arbeitet.

Denn alleine was der Herr in den ersten zwei Minuten dieses Kurzfilms so von sich gibt, brächte ihm Konsequenzen irgendwo zwischen einem Twitter-Fäkaliensturm und einem Aufenthalt in einer Besserungsanstalt ein, je nachdem, welche Gruppe, Randgruppe, Persönlichkeit oder Privatperson sich gerade von seinen sexistischen, rassistischen und generell unmissverständlichen Äußerungen angegriffen fühlen dürfte.

„Der Mann aus diesem Video“ ist Busfahrer und der Hauptdarsteller des Kurzfilms „Einmannwagen“, der aus der Zeit vor dem Mauerfall stammt. Die Äußerungen aus dem Off wurden von Synchro-Legende Joachim Nottke getätigt und liefern so im Kurzfilm einen Spiegel der Gedankenwelt und sozialen und politischen Probleme aus der deutschen Hauptstadt in dieser Zeit.

Gerade deswegen stellt das Ganze eine höchst unterhaltsame Zeitreise in eine andere Ära dar, die offenbart, dass sich die Themen quasi null geändert haben. Wir sparen uns weitere Erläuterungen, seht einfach selbst und habt eine gute Zeit mit diesem politisch herrlich unkorrekten Rundumschlag.