Wir bringen das folgende Video, obwohl wir uns darüber bewusst sind, dass viele unserer Leser uns dafür kritisieren werden. Schließlich rekrutiert sich weit über 90 Prozent unserer Leserschaft aus der edlen Gattung Mann. Und als Angehöriger dieser kann man gar nicht anders, als solidarisch den Schmerz all jener zu teilen, welche im Zuge des fraglichen Clips ganz gehörig was auf die Nüsse bekommen. Tritte, Stangen, Geschosse… im Laufe der nächsten drei Minuten und 40 Sekunden präsentieren wir euch eine bunte Parade all dessen, was sich mit unseren Hoden nicht verträgt. Warum? Weil Schadenfreude genauso viel wiegt wie Mitleid!


Um dem Ganzen aber dennoch einen seriösen Anstrich zu verleihen, möchten wir im Folgenden ganz wissenschaftlich auf die Frage eingehen, warum uns ein Tritt in den Unterleib eigentlich so dermaßen weh tut.

Das Offensichtliche zuerst

Der Hoden ist schlicht und einfach erstaunlich schlecht geschützt. Es sind weder Knochen, noch nennenswerte Muskeln oder Fettschichten vorhanden, die im Falle eines Aufpralls als Knautschzone dienen könnten. Das ist insofern schlecht, als dass sich ausgerechnet dort unten verdammt viele Nervenenden versammelt haben. Und wie wohl jeder weiß, bedeuten viele Nerven auch viel Schmerz.

Hinzu kommt, dass sich dieser nicht bloß auf unseren Eierkarton beschränkt, sondern in den gesamten Unterleib abstrahlt, weshalb wir nach einem heftigen Tritt auch in die Knie sacken oder uns in die klassische Embryonalstellung rollen. Das liegt daran, dass die von der Natur fragwürdig platzierten Schmerzrezeptoren mit Nerven in der Magengegend sowie mit dem Vagusnerv im Gehirn verbunden sind. Letzterer führt zudem zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel, wenn er überreizt wird.

Dummerweise kann man nicht wirklich etwas gegen den üblicherweise als besonders stechend wahrgenommenen Schmerz tun. Am Ende hilft bloß, sich hinzulegen und die Wogen der Agonie über sich ergehen zu lassen. Irgendwann normalisiert sich in der Ruhestellung euer Blutkreislauf, Schwindel und Übelkeit lassen nach. Klingen die Schmerzen jedoch auch nach ein paar Stunden nicht ab, solltet ihr dringend einen Arzt aufsuchen.

Quelle: welt.de