Aus dem Tagebuch eines Soldaten:

„Ich weiß nicht, wie lange wir hier schon festsitzen und um Hilfe beten. Aber mit jeder Minute, die vergeht, trifft ein weiterer Torpedo den Kahn meiner Hoffnung, hier noch heil rauszukommen. Und viel hält der nicht mehr aus! Die Generäle mögen es ja einen Schützengraben nennen, aber ich nenne es ganz einfach mein Grab. Nur wenige Meter entfernt stapeln sich die zerschossenen Leiber meiner Kameraden zu einer morbiden Mauer aus leblosen Fleisch, als wollten sie mir im Tod noch ein letztes Mal Deckung gewähren. Danke Jungs, ihr, die ihr mir in diesen Stunden so viel mehr geworden seid als einfach nur Freunde.
Doch ich weiß nicht, ob ich euer Opfer ehren kann. Ich habe Angst, kann mich kaum bewegen … um mich herum … überall nur Schmerz und Leid und … Plastik! Alles ist voller Plastik … Die Luft ist schwanger davon und Jims Kopf haben sie gespickt wie einen Igel. Dieses Geräusch, wenn sich der Saugnapf im Bemühen der Medics, uns wieder zusammenzuflicken, von der Haut löst …
Sagt meiner Frau, dass ich sie liebe! Dass sie Recht damit hatte, dass dieser Krieg vollkommen sinnlos ist! Einmal nur möchte ich noch hören, wie du sagst: „Du und deine Kumpels, ihr spinnt doch alle!“ – und sehen, wie du dabei dein wunderschönes Gesicht so spöttisch verziehst. Gott, ich liebe dich! Wäre ich doch nur bei dir geblieben! Wäre ich doch nur mit zu deinen Eltern gefahren, anstatt in dieser Hölle mein Leben für diesen winzigen Fetzen Ehre aufs Spiel zu setzen, der mich zum Mann macht. Dein Vater hätte mich vermutlich verstanden, doch das werde ich jetzt wohl nicht mehr erfahren …"

Und damit endet dieses bedeutende Zeitdokument, welches man vom Schlachtfeld des im folgenden Video thematisierten Kampfes bergen konnte! Wir können nur mutmaßen, was aus dem Soldaten wurde, sind aber voller Hoffnung, dass er am Abend nach der Schlacht mit seinen Kumpels auf das gelungene Filmchen ordentlich angestoßen hat!