Es ist der älteste Traum der Menschheit: Zu fliegen wie ein Vogel. Jahrtausende forschten die klügsten Köpfe der Weltgeschichte an Wegen, der schnöden Schwerkraft mal ordentlich den Stinkefinger zu zeigen und unbeschwert durch die Lüfte zu gleiten. Schließlich haben wir das Wunder des Fliegens vollbracht, heute startet man und ist wenige Stunden später in einem ganz anderen Erdteil – nur um sich dabei nicht am Wunder zu erfreuen, sondern sich über das Essen, unbequeme Sitze und fette Sitznachbarn zu beschweren.

Sagen wir es freiheraus: Die Menschheit ist ein verwöhntes Sackgesicht. Der Traum wurde wahr, doch jetzt sind alle unzufrieden, dass sie nicht alleine fliegen können, ganz in Ruhe und ohne lästige Mitmenschen. Klar also, dass es immer noch Leute gibt, die nach Wegen forschen, wie man ganz ungestört und frei allein fliegen kann: Manche ersinnen dafür Kleinstflugzeuge, andere begnügen sich mit Wingsuits, Bungee- oder Fallschirmsprüngen.

„Bungee“ ist ein gutes Stichwort. In Utah, genauer gesagt auf dem Hof der Familie Pope in Hobble Creek Canyon, hat man sich des Bungee-Themas auf recht einzigartige Weise angenommen. Dort springt man nicht an einem Bungee-Seil in die Tiefe, sondern wird an gleich zwei elastischen Seilen befestigt, die mit mächtigen Pfosten verbunden sind und einen horizontal durch die Landschaft katapultieren. Das Resultat: eine „Steinschleuder“ für Menschen. Sieht nach einem großen Spaß aus.