Phobien gibt es viele, doch nur wenige sind so verbreitet wie die Angst vor Spinnen. Obschon es absurd erscheint, dass sich Menschen vor einem Tier fürchten, das ihnen körperlich so unterlegen ist, bereiten Spinnen vielen eine Heidenangst. Der fremdartige Körperbau, die Giftklauen, die haarigen Panzer und der aufgeblähte Hinterleib sind für die Angstgeplagten ein Sinnbild des Schreckens und des Ekels. Eigentlich zu Unrecht – andererseits: Schaut man sich an, was die Spinne in diesem Video tut, kann man es schon irgendwie verstehen.

Nachdem die Saurier die Erde (unfreiwillig) verließen, begann der Siegeszug der Säugetiere, zu denen auch der Mensch zählt. Wir verbreiteten uns, machten uns die Welt untertan und schwangen uns zur Krone der Schöpfung auf. Ist es da verwunderlich, dass wir ziemlich geschockt sind, wenn wir Bilder wie diese sehen, bei denen eine Spinne eine Maus in den Zangen hält? Normalerweise sind es die Säuger, die den Spinnen gefährlich werden – hier ist es umgekehrt und das sorgt bei vielen für blanken Ekel.

Eine „Huntsman“-Spider, auch Riesenkrabbenspinne genannt, wird von einem Filmer mit seinem Smartphone erwischt. Es handelt sich um ein handtellergroßes Exemplar, das der Australier Jason Womat bei seinem Nachbarn filmte. „Hermie“, so wurde das Tier getauft, kraxelt auf einem Kühlschrank herum und versucht dabei, die bereits betäubte Maus zu verspeisen. Nach Womats Angaben geht es Hermie übrigens auch nach dem Video gut. Der Maus? Wohl eher weniger.