Einen Erzfeind hatte zu irgendeiner Zeit im Leben wohl jeder von uns. Egal, ob es sich dabei um missliebige Nachbarn handelt oder um einen „Arbeitskollegen“, der keine Ruhe geben kann. In den meisten Fällen spricht man sich zivilisiert aus oder sieht sich vor Gericht, damit hat sich die Sache. Nicht so einfach ist das Ganze zu Schulzeiten. Gerät man an einen Mobber, der nichts Besseres zu tun hat, als einem anderen das Leben zur Hölle zu machen, kann das tragisch enden. Doch nicht so in diesem Video.

Wer kennt das nicht: Der Kleinere, Dickere, Schwächere in einer Situation zu sein – und genau deswegen von einem menschenhoch gestapelten Paket genetischen Sondermülls für Prügel, Spott, Häme und Beleidigungen auserwählt zu werden. Tagein, tagaus. Meistens enden solche Geschichten für das Opfer tragisch, ein Schulwechsel ist da noch das Harmloseste, was geschehen kann.

Doch sehr selten geht der Krug so lange zum Munde, bis er bricht. Irgendwann ist jedes Maß voll – und ein Prozentsatz von Leuten antwortet nicht friedlich, sondern setzt sich zur Wehr. Das Problem für den Täter ist in einem solchen Fall, dass das Opfer seine Wut und Monate der Qualen in einem einzigen Augenblick entlädt.

Was dann passiert, zeigt dieser absolute Klassiker unter den Viralvideos deutlich: Der übergewichtige und nach eigener Auskunft äußerst friedliebende australische Junge Casey Heynes hatte 2011 endgültig die Schnauze von den monatelangen Sticheleien seines Mitschülers voll. Weder Gespräche mit Lehrern, Eltern halfen, wie er und seine Mutter im TV-Interview berichteten. Dann handelte er auf eine Weise, die der Täter nicht kontern konnte.

Das Kuriose: Der Junge, der seinen Mitschüler immer wieder schikanierte, sah sich anschließend in den Medien als Opfer.