Bus fahren. Kein Job wie jeder andere – braucht man doch eine Engelsgeduld. Wobei es sicher auch einen Unterschied macht, wo man denn Bus fährt. Die Linie elf nach Pusemuckel in NRW ist sicher was Anderes, als in Indien den Dorfbus zu lenken – Ziegenfamilie und diverse freilaufende Hühner inklusive. Und überhaupt ist der asiatische Raum ein gutes Stichwort.

Wie kommt man eigentlich in den dortigen Gebirgsregionen von A nach B? Ihr ahnt die Antwort bereits, auch hier kommt oftmals ein Bus zum Einsatz. Mit dem zu fahren, erfordert jedoch mehr als nur ein wenig Geduld und Toleranz für nervige Mitmenschen: Denn dort gibt es Strecken, die so halsbrecherisch sind, dass es direkt neben dem Seitenfenster lotrecht aberhunderte Meter in die Tiefe geht. Das ist nichts für Feiglinge – ganz egal, ob es die Person ist, die fährt, oder man den Passagier gibt. Schaut euch einfach dieses Video an. Unser Respekt vor diesem Beruf ist auf jeden Fall noch gewachsen. Denn wie heißt es im Klassenfahrten-Gesangsklassiker aus Opis Zeiten doch so schön:

„Ein Hoch auf unseren Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer …“ Oder so. Ehrlich, bei solchen Bildern haben wir enormen Respekt vor eurem Beruf. Vor Leuten, die den ganzen Tag die nervigen Blagen anderer Menschen, dauermeckernde Rentner von der Schlechtgelaunten-Resterampe und druckbetankte Kegelclubs durch die Gegend kutschieren müssen. Wir fragen uns, wieso ihr Typen immer noch lächeln könnt, wenn wir vorne einsteigen. Und mutmaßen, dass es daran liegt, dass wir irgendwann hinten wieder aussteigen. Der Typ, der diese Horrorstrecke fährt, ist jedenfalls aus anderem Holz geschnitzt. Oder ganz einfach komplett wahnsinnig.