Immer, wenn sich das Jahr dem Ende neigt, ist es das gleiche Spiel: Eltern warnen unbedarfte Jugendliche vor Dummheiten, Intelligenzabstinenzler jeden Alters karren Polenböller über die Grenzen und schon Tage vor Silvester knallt es. Von den Folgen liest man an Neujahr: jede Menge verbrannte Flossen und Visagen, Besoffene, die Freunde in Schwarzenegger-Fantasien mit Raketen aus Rohren beschießen oder den Mädels ach-so-lustig „Heuler“ unter den Rock werfen: vermeidbare Unfälle und Dummheiten aller Art. So wie die, die ihr in diesem Video bestaunen dürft.

Allein die Strecke, die man mit allen an Silvester eines Jahres abgesprengten Fingerknochen legen könnte, dürfte von der Länge her locker einmal um den Erdball reichen. Dabei sollte das mit dem Böllern doch gar nicht so schwer sein: Hinlegen, anzünden, Sicherheitsabstand einnehmen – fertig. Ganz so, wie es in der Anleitung steht. Ist vielen dann halt nur nicht cool genug – und Feuerwehr und Notaufnahme müssen eben Überstunden schieben. Fri nach dem Motto: „Das kannst du so machen, ist dann halt nur scheiße!“

Die Leute aus dieser Kompilation haben ebenfalls noch nie etwas vom umsichtigen, verantwortungsvollen Umgang mit Knallern gehört: Sei es der Einzeller, der eine Rakete in seinen Bogen spannt oder Leute, die ihren Hintern als Startrampe benutzen und sich wundern, dass Phosphor Brandwunden da verursacht, wo die Sonne nicht hinlangt und es  besonders wehtut. Ein Festival der Schadenfreude für alle, die mit der Knallerei nix anfangen können.