So komplex und vielschichtig das Internet auch sein mag, ermöglicht es einem doch vor allem, sich an den einfachen Dingen des Lebens zu erfreuen. Immerhin werden die Kardashians wesentlich häufiger gegoogelt als die Relativitätstheorie, und Videos, in denen irgendetwas kaputtgemacht wird, erfreuen sich einer enormen Beliebtheit. So auch die YouTube-Clips des „Hydraulic Press Channel“. Einfach mal die Seele baumeln lassen, und dabei zusehen, die wie namensgebende Maschine alles Mögliche gnadenlos plattdrückt. Von Turnschuhen bis Handys haben wir euch hier bei uns schon einen ganzen Schwung dieser Videos gezeigt. Aber eine Presse ist nicht das Einzige, was die Jungs bedienen können.

Also rief man flugs einen weiteren Kanal ins Leben, auf den all die anderen Experimente Platz finden, welche sich ansonsten mit dem doch etwas einschränkenden Mottos des „Hydraulic Press Channel“ beißen würden. So widmet man sich auf „Beyond the Press“ beispielsweise dem Versuch, statt Motoröl einfach mal Coca-Cola in ein Auto zu kippen, filmt einen laufenden High-End-Gaming-PC mit der Thermalkamera oder was passiert, wenn man einen glühend heißen 20-Kilogramm-Klumpen Stahl auf einem gefrorenen See platziert. Und genau das wollen wir euch heute zeigen.

Denn eigentlich sollte man erwarten, dass sich das Metall ratzfatz durch das Eis frisst, und ein sauberes Loch wie in einem Zeichentrickfilm hinterlässt. Überraschendweise dauert es aber eine ganze Weile und es scheint, als würde sich das Eis um den Stahl herum nach unten biegen. Das liegt unserer wenig fachmännischen Meinung daran, dass die hohe Temperatur im Radius der sich bildenden Pfütze wirkt, dass sich das Schmelzwasser um das heiße Metall bis zum Siedepunkt erhitzt. Je näher an der Hitzequelle, desto heißer, weshalb sich eine Kule bildet. Ob sich das tapfere Metallstück seinen Weg bis ganz durch das Eis zu bahnen vermag, verraten wir euch allerdings nicht.