In diesem Video dient ein Streichholz im Zusammenspiel mit 5599 seiner hölzernen Brüderchen dazu, zu einem hübschen kleinen Panzer zusammengebaut zu werden. Ganz ohne Klebstoff. Das Kriegsgerät wird dann am Ende – ihr ahnt es, bei einer solchen Menge von Streichhölzern – zu einem ebenso hübschen kleinen Feuerwerk. Eigentlich zu schade zum Verbrennen, aber auch zu cool, um es nicht auf Video aufzunehmen.

Man sollte meinen, in einem Zeitalter, in dem wir zum Spaß Atome spalten, über Marsflüge nachdenken oder versuchen, Krebs mithilfe menschlicher Spermien oder von Nanorobotern zu heilen, wären wir über den Nutzwert der Streichhölzer hinaus. Aber weit gefehlt, noch immer sieht man das „Sicherheitszündholz“ überall und es findet lebhafte Verwendung. Da über das Video im Prinzip alles gesagt ist, hier nutzloses Angeberwissen, mit dem ihr beim nächsten Mal auftrumpfen könnt, wenn einer die Nummer mit dem „Wenn du deine Kippe an einer Kerze anzündest und nicht mit einem Streichholz, stirbt ein Seemann!“ Bringt:

Zu Zeiten, als noch Segelschiffe über die Weltmeere fuhren, gab es, je nach Seegebiet, Gegenden, die unschiffbar waren. Matrosen waren längere Zeit, vor allem im Winter, arbeitslos. Um sich und ihre Familien über die Runden zu bringen, arbeiteten diese Männer manchmal bei Manufakturen, die Streichhölzer herstellten. Sie tauchten monatelang Hölzchen in das Flüssigkeitsgemisch, das zum Streichholzkopf erstarrt, und verpackten die Dinger. Wer also etwas anderes zum Anzünden benutzte als Streichhölzer, machte einen Seemann arbeitslos und war im übertragenen Sinne für dessen Hungertod verantwortlich. Wieder was gelernt. Jetzt verbrennen wir einen Panzer …