Klassischen Mäusefallen haftet etwas Comicartiges an, findet ihr nicht?! Zynisch eigentlich, wenn man bedenkt, dass die Teile dafür gedacht sind, possierlichen kleinen Nagern auf einen Schlag das Rückgrat zu brechen. Aber so ist das wohl, wenn man mit den Zeichentrickserien der Achtziger aufgewachsen ist. Dort war es auch gang und gäbe, sich riesige Feuerwerkskörper auf den Rücken zu schnallen und einen fallenden Amboss mit dem Kopf zu bremsen. Mittlerweile sind wir Erwachsen und wissen, dass das mit den Raketen und 16-Tonnen-Gewichten unrealistisch ist. Aber das mit den Mäusefallen kann man doch ruhig mal ausprobieren.

Ein klassisches Szenario sieht dabei vor, dass sich eine der Figuren inmitten eines Minenfeldes aus hunderten gespannten Mausefallen wiederfindet. Auf Zehenspitzen versucht sie sich einen Weg aus dieser misslichen Lage zu bahnen, was zunächst auch gutzugehen scheint. Doch dann taucht der Antagonist auf, der Initiator der Falle, lässt mit einer aufreizend langsamen Geste irgendetwas fallen und triggert damit eine schmerzhafte Kettenreaktion.

Gav und Dan, die beiden experimentierfreudigen Knaben von den 'Slow Mo Guys', haben sich von diesem beliebten Motiv inspirieren lassen und das Set einfach mal auf einem Trampolin nachgestellt. Vier Stunden hat es gedauert, bis die 1.000 Mausefallen aufgestellt waren. Und kurz vor dem Sprung, mitten rein in das Rudel gespeicherter kinetischer Energie, wird sich unser heldenhaftes Versuchskaninchen sicherlich gefragt haben, ob es das wert war. Wir finden schon!