Ein Laternenpfahl, ein leichtgläubiger Kumpel und eine (zu Recht) nahezu vergessene Foltertechnik – der Stoff, aus dem die Träume der Macher viraler Videos sind. In diesem Clip sehen wir, wie sich ein Mensch um eine Laterne knotet und es beim besten Willen nicht mehr schafft, sich aus eigener Kraft zu befreien.

„Grape Vine“ oder „Weinstock“ nennt sich die Folter- und Fixierungstechnik, die (laut dem Netz) im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde, um Gefangene zu brechen. Denn nach 15 Minuten setzen Beinkrämpfe ein, die das Opfer abmildern will, indem es seinen Rumpf nach hinten sinken lässt – was wiederum die Atmung beschneidet. Eine grausame Zwickmühle zwischen Schmerz und Ersticken, der man nur mit fremder Hilfe entkommen kann. Das Video ist glücklicherweise weitaus weniger ernst, sein Verlauf unterhaltsamer:

Wir sehen einen Mann in Signalweste, der sich von seinen Kumpels breitschlagen lässt, an besagten Laternenpfahl zu springen. Dabei soll er seine Unterschenkel gegeneinander verschränken und so am Pfahl herabsinken. Unwissend hat er sich in eine ausweglose Lage manövriert. Denn um aus dem „Weinstock“ zu entkommen, braucht es entweder zwei Helfer oder eine unfassbare Stärke im Oberkörper. Nur so kann man sich in die Höhe ziehen und damit den Druck auf den Beinknoten lösen. Etwas, was dem Prügelknaben in diesem Video zur Unterhaltung seiner Freunde nicht gelingt. Nicht zu übersehen und unüberhörbar …