Otto Waalkes und seine legendären Auftritte der 70er und 80er Jahre sind wohl bei so ziemlich jedem über 30 Jahre auf ewig im Gedächtnis verhaftet. Und auch der jüngeren Generation dürfte der jodelnde Ostfriese zumindest als Synchronsprecher diverser animierter Filmfiguren ein Begriff sein. Tatsächlich lehnen wir uns wohl nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn wir sagen, dass es sich bei dem Friesenjung um einen echten Giganten der deutschen Comedy-Szene handelt. Ein Standing, dass sich Otto mit legendären Sketches wie dem folgenden redlich verdient hat.

Wir brauchen nur sagen „Milz an Großhirn“ und jeder weiß, um welche Nummer es geht: Der menschliche Körper. Ein zeitloser Klassiker der humoristischen Bühnenkultur, in welcher der Komiker dem Publikum einen Blick ins Innere von Herrn Soost gewährt, der in einer Kneipe sitzt und als „Saufkopf“ beschimpft wird. Die darauf folgende Verkettung körperlicher Reaktionen beschreibt Otto in einer urkomischen Parodie aus Sicht der inneren Organe, die im Stile militärischen Funkverkehrs miteinander kommunizieren.

Ein Sketch, der Geschichte schrieb, jedoch bei Weitem nicht der einzige sein sollte, der zum festen Bestandteil des deutschen Sprachgebrauchs wurde. Das ZDF brachte es anlässlich der Jubiläumsshow „Otto – Geboren um zu blödeln“ am 30. Dezember 2015 mit folgenden Worten recht gut auf Punkt: 

„Viele Otto-Sketche, Lieder, Reime und Geräusche gehören längst zum kollektiven Gedächtnis, sind Kulturgut geworden und werden sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern auswendig zitiert.“

Nicht schlecht für jemanden, der ursprünglich einfach nur Sketche von Woody Allen übersetzte und in leicht abgewandelter Form zum Besten gab.