Dank der heutigen Filmtechnik ist quasi alles möglich geworden. Galt „Der Herr der Ringe“ vor gar nicht allzu langer Zeit noch als unverfilmbar, laufen die Streifen mittlerweile selbst auf Nischen-Sendern im Abendprogramm. Filme, in denen die Comic-Helden unserer Kindheit real werden und mit unfassbarem Bombast gegen epische Bösewichte antreten, sind im Kino mittlerweile Standard, und selbst dem knuffigen Taschenmonster Pikachu wurde kürzlich eine Realverfilmung zuteil.

Auch im Hause Disney hat man die Zeichen der Zeit unlängst erkannt und betreibt seither fleißig Realcycling des eigenen, ursprünglich noch gezeichneten Marken-Portfolios. „Das Dschungelbuch“, „Cinderella“, „Die Schöne und das Biest“, „Der König der Löwen“, „Aladdin“ und nun auch noch „Dumbo“ wurden alle mit viel Aufwand für die große Leinwand wieder frisch gemacht und erfreuen damit die Herzen alter und neuer Disney-Fans … hauptsächlich weiblichen Geschlechtes.

Die männliche Zielgruppe zeigt sich trotz all der unleugbaren cineastischem Qualitäten der Streifen üblicherweise nämlich eher wenig begeistert von dem nervigen Gesinge, dem rutschigen Pathos oder der schmerzenden Moralkeule und lässt sich nur widerwillig ins Kino zerren. Bis jetzt! Denn endlich steht ein Disney-Reboot ins Haus, auf das sich auch Kerle freuen dürfen: Bambi!

In der Hauptrolle zeigt Dwayne „The Rock“ Johnson den Mördern seiner Mutter wo der Hirsch den Wedel hat, und startet gemeinsam mit Kaninchen Klopfer (Vin Diesel), Stinktier Blume (Tyrese Gibson) und Hirschdame Feline (Michelle Rodriguez) einen blutigen Rachefeldzug…

… zumindest in der Fantasie der Ulknudeln von Saturday Night Live, die von den genannten Stars für den Fake-Trailer leider nur den Ex-Wrestler bekommen haben. Äußerst amüsant ist die Nummer aber dennoch. Zumal wir uns doch alle schon mal gewünscht haben, dass der Fürst des Waldes die fiesen Jäger endlich mal mit ordentlich Feuerkraft ins Bockshorn jagt. Oder um es mit Bam-Bam-Bambis Worten zu sagen:

„Deer crossing, motherfucker!“