Alle Jahre wieder können wir es kaum erwarten, bis es endlich so weit ist. Wie auf glühenden Kohlen sitzen wir da und warten sehnsüchtigst auf einen Gewinner. Wer wird es diesmal wohl sein? Wer holt den Titel? Wer wird 'Heilpflanze des Jahres'?

Nur eine kann Heilpflanze des Jahres werden. Und in diesem Jahr war der Kampf geradezu erbittert. Jeder Kandidat warf seine Stärken in die Waage und lange Zeit war nicht klar, in welche Richtung sie letztlich ausschlagen würde. Die Jury ist wahrlich nicht zu beneiden gewesen, doch am Ende setzte sich eine Art aus der Gattung Lauch durch. Ihr kennt und liebt sie alle. Ladys and Gentleman, the winner iiiiiiiiiiiiis: die Zwiebel!

Ein schaler Nachgeschmack bleibt jedoch, denn hinter den Kulissen kam es nach der Wahl noch zu einigen Debatten. Die Jury des Vereins zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, (NHV Theophrastus) begründete ihre umstrittene Entscheidung aber damit, dass der heilende Aspekt wieder mehr hervorgehoben werden solle. Bei der Wahl zur 'Heilpflanze des Jahres' könne gutes Aussehen nicht im Vordergrund stehen.

Und verdient hat sie es, die Zwiebel. Rund sieben Kilogramm verputzen die Deutschen pro Kopf und Jahr. Richtig so, ist sie doch reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, und weist zudem einen besonders hohen Gehalt an ätherischen, schwefelhaltigen Ölen und anderen Aromastoffen auf. Somit hilft sie gegen Appetitlosigkeit, Husten, Ohrenschmerzen, Insektenstiche, Magenprobleme und mindert das Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall, Darmkrebs oder Thrombose.

Eine so vielfältige Pflanze hat den Titel mehr als verdient, wie wir finden. In diesem Sinne: Der König ist tot, es lebe der König!