Zwei Sparkassen erhöhen Kontoführungsgebühren – Viele Kunden der Sparkasse müssen sich auf eine Erhöhung der Kontoführungsgebühren einstellen. So plant die Sparkasse Köln-Bonn Medienberichten zufolge, die Preise für Girokonten anzuheben.

Ab dem 01. Mai 2022 müssen Kunden für das „Giro Privat Komfort“-Konto demnach künftig neun Euro im Monat zahlen. „Giro Privat“ schlägt zwar „nur“ mit fünf Euro zu Buche, allerdings werden hier bei Überweisungen 0,40 Cent extra fällig.

Im Zuge der Neuregelung werden auch die Titel der Angebote geändert.

„Giro Privat Komfort“ ersetzt „Giro Extra“, welches zuvor für 7,97 Euro pro Monat zu haben war. Aus „Giro Klassik“, bislang 2,95 Euro pro Monat, wird „Giro Privat“. Immerhin wurde bei dem letztgenannten Modell die Sparkassen-Karte eingebunden, die zuvor noch einmalig neun Euro gekostet hatte.

Bestandskunden müssen nach neuester Rechtsprechung den neuen Kontomodellen jedoch erst einmal zustimmen.

Der Bundesgerichtshof hatte Ende April geurteilt, dass eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen seitens der Banken einer Zustimmung des Kunden bedarf, und damit der jahrelangen Praxis der sogenannten „schweigenden Zustimmung“ ein Ende gesetzt.

In der Folge mussten viele Geldhäuser nachträglich tätig werden, rechtswidrig gewordene Gebühren zurückerstatten und kurzfristig geplante Preiserhöhungen verschieben. Das galt auch für die Sparkasse Köln-Bonn, deren Preisanpassung ursprünglich bereits für den 01. Juli 2021 angesetzt war.

„Für ihre Zustimmung werden die Kundinnen und Kunden zeitlich abgestuft in mehreren Phasen auf digitale bzw. analoge Weise angesprochen, z. B. über eine Nachricht im E-Postfach oder per Brief“, zitiert „t-online“ eine Mitteilung der Sparkasse Köln-Bonn, die mit rund 590.000 Privatkonten nach der Kreissparkasse Köln und der Hamburger Sparkasse die drittgrößte Sparkasse Deutschlands darstellt. 

Zwar muss man den höheren Preisen nicht zustimmen, dann ist jedoch mit einer Kündigung vonseiten der Bank zu rechnen.

Auch die Stadtsparkasse Düsseldorf gab mittlerweile bekannt, dass es dort bald kein kostenloses Girokonto mehr geben wird. Kunden steht ein 140-seitiges Dokument zur Verfügung, welches ausführlich über die Neuerungen informiert. Gelten sollen die neuen Preise ab Juli 2022.

Der Preis für das Standard-Konto (Pur) soll dann 4,90 Euro pro Monat betragen, Push-TAN kostet 9 Cent, Überweisungen am Terminal einen Euro. Der Preis für Plus-Konten steigt von 7,90 Euro auf 9,90 Euro pro Monat, während Premium-Konto-Nutzer künftig 14,90 Euro anstatt wie bisher 11,20 Euro berappen müssen.

Kostenlos belieb hier lediglich das Start-Konto der Stadtsparkasse, welches sich an Schüler, Studenten und Auszubildende bis 26 Jahren richtet.

Quellen: focus.de , t-online.de