Die Gesundheitspolitik versucht seit Jahren, die Welt immer mehr rauchfrei zu gestalten. Des einen Freud ist des anderen Leid. Wobei eine Mehrheit der Raucher durchaus Verständnis zeigt, nicht mehr in öffentlichen Gebäuden wie Restaurants rauchen zu dürfen. Aber was passiert, wenn Zigaretten gänzlich verbannt werden würden? Das hat nun Finnland vor und möchte als erstes rauchfreies EU-Land in die Geschichte eingehen. Der Kampf gegen den blauen Dunst und die Zwangsmaßnahme für alle Raucher ist eröffnet. Finnland hatte mit der sogenannten „Roadmap towards a Smoke-Free Finland“ eh vor, bis zum Jahr 2040 alle Tabakprodukte komplett zu verbannen. Das soll nun bereits zehn Jahre früher erreicht werden. 

Und dazu winken jetzt knallharte Maßnahmen. Demnach ist ein Ziel, den Verdienst an Tabakverkäufen zu minimieren. Heißt: Ladenbesitzer, die Tabakwaren verkaufen, sollen so hohe Gebühren bezahlen, dass sich der Verkauf von Zigaretten schlicht nicht mehr lohnt. Außerdem sollen Läden eine Lizenz zum Verkauf beantragen müssen, wofür sie auch zu Kasse gebeten werden. 

Aktuell gilt ein striktes Rauchverbot in Restaurants, Bars, Cafés, auf jeglichen öffentlichen Plätzen und an Stränden. Außerdem ist es verboten, in Autos zu rauchen, in denen Kinder unter 15 Jahren sitzen. Gleiches gilt für E-Zigaretten und Nikotin-Inhalatoren. Raucher zur Miete haben es zudem schwer, denn Wohnungsbaugesellschaften ist es erlaubt, das Rauchen auf Balkonen, Terrassen sowie in Innenhöfen eines Wohnkomplexes zu verbieten.

Und was den Jugendschutz betrifft, so dürfen E-Zigaretten mit Geschmacksrichtungen wie Kirsche oder Schokolade nicht mehr über die Ladentheke gehen. Ja, hier wird nach und nach rigoros der Kampf gegen das Rauchen in die Tat umgesetzt – und das mit aller Härte und Macht der Regierung. Was haltet ihr davon? Auch eine Maßnahme für Deutschland?

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