Zehn Jahre Haft: Mann schlägt und sticht auf Hunde-Welpen ein – In den USA hat sich kürzlich ein Mann eines besonders schweren Falles von Tierquälerei schuldig bekannt. Der Beklagte gab zu, einen Pitbull-Welpen geschlagen, mit einem Messer 50 Mal auf ihn eingestochen und das Tier anschließend in einen Koffer gestopft zu haben.

Der Mann hatte die Tat bereits 2017 begangen, die daraufhin für viel Aufsehen gesorgt hatte.

Hinter einem verlassenen Gebäude hatte ein Ehepaar seinerzeit den Koffer entdeckt – eine Hundepfote ragte heraus und ein Jaulen war zu hören. Das Paar rief sofort die Polizei, die im Koffer den Welpen, übersäht mit Schnittwunden an Kopf und Körper, vorfand.

Die Beamten brachten das Tier, welches sie auf den Namen Ollie tauften, in eine Tierklinik, wo die Ärzte feststellten, dass der Hund geschlagen und mit einem Messer traktiert worden war.

Wenige Tage später starb Ollie infolge der Schwere seiner Verletzungen.

An dem Koffer konnten DNA-Spuren sichergestellt werden, welche die Ermittler zu einem bereits bekannten Straftäter führen sollten, der Jahre zuvor bereits wegen häuslicher Gewalt und später wegen Bankraubs festgenommen worden war.

Zwar bestritt der Verdächtige, dem Tier etwas angetan zu haben, als die Polizei sein Haus durchsuchte, fand sie laut der Nachrichtenagentur AP dort allerdings Katzenpfoten und die enthaupteten Körper von Ratten in der Gefriertruhe. Im Badezimmer waren außerdem Blutflecken, im Ofen getrocknetes Blut und Tierfell.

Der Mann verbrachte daraufhin vier Jahre in Haft; die Tat gestand er jedoch erst jetzt.

Angeklagt war er wegen 17 Fällen von Tierquälerei. Im Gegenzug für sein Geständnis ließ die Staatsanwaltschaft 15 der Fälle jedoch wieder fallen. Seinem Verteidiger zufolge erwarten den Täter nun zehn Jahre Haft.

„Wir werden keine Form von Tierquälerei oder Gewalt in unserer Stadt dulden“, erklärte der Chef vom Hollywood Police Departement.

„Jeder gemeldete Fall von Tierquälerei, sei es körperliche Misshandlung oder Vernachlässigung, ist verstörend und dieser Fall ist besonders herzzerreißend. Wir haben alle darauf gehofft, dass Ollie überlebt, aber leider hat er es nicht geschafft. Doch dank unserer Ermittlungen können wir Ollie nun Gerechtigkeit widerfahren lassen.“

Die Tierärztin, welche Ollie seinerzeit behandelt hatte, ergänzte, dass es sich bei Ollies Schicksal um „wahrscheinlich einen der schlimmsten Missbrauchsfälle“ handelt, den sie jemals gesehen hat.

Quelle: stern.de