Manche Dinge muss man ganz einfach ungeschönt präsentieren: Aufgrund der Einwirkung des Menschen auf die Umwelt, Wilderei, Zerstörung der Lebensräume und der Folgen des Klimawandels hat sich die Anzahl der weltweit lebenden Wirbeltiere in den letzten 40 Jahren halbiert! Seit 1970 haben wir etwa 52 Prozent aller Säugetiere, Vögel, Fische, Amphibien und Reptilien des Planeten getötet.

Gingen die Experten des WWF im Report von 2008 noch von 28 Prozent aus, hat man nun die Methoden verbessert, und den Living Planet Index (LPI) dramatisch korrigieren müssen. 52 Prozent ist dabei nur ein Durchschnittswert. In Lateinamerika allein sind mittlerweile schockierende 83 Prozent aller untersuchten Tiere ausgerottet, in den weltweiten Tropen 56 Prozent.

Erschreckende Geschwindigkeit!
Der Bericht spricht zwar nicht von ganzen Arten, sondern von Tieren innerhalb einer Art, was jedoch keinen Anlass zur Entspannung geben sollte. Zu Lande und in den Meeren gibt es durchschnittlich 39 Prozent weniger Wirbeltiere als noch 1970, was im Wesentlichen auf die Begrenzung der Lebensräume und Überfischung zurückzuführen ist. Am härtesten traf es aber Tiere, deren Lebensraum Süßwasser darstellt. 76 Prozent (!) dieser Lebewesen starben in den vergangenen 4 Dekaden aus.

Während Artensterben an sich ein natürlicher Vorgang ist, kann die aktuelle Geschwindigkeit, in welcher der Prozess vonstattengeht, nicht als naturgegeben angesehen werden, ist diese doch 1.000 bis 10.000 mal so hoch, wie es normal wäre.

Zahlen, die zum Nachdenken anregen, weswegen wir uns ausnahmsweise mal einen blöden Abschlusskommentar ersparen.

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