Viele Dinge sollten lieber unter Verschluss bleiben oder gar nicht erst ausgebuddelt werden, das kennen wir ja schon zu genüge aus etlichen Horrorfilmen. Forscher haben es sich jedoch anders überlegt, ein 30.000 Jahre altes eingefrorenes Virus aus dem Permafrostboden geborgen und im Labor zum Leben erweckt.

Offensichtlich haben die Forscher dabei genau ins Schwarze getroffen und einen neuen Riesenvirus entdeckt. Bislang waren lediglich zwei Riesenvirenfamilien bekannt: Pandoraviren und Megaviren.

Mithilfe von Amöben konnten die französischen Wissenschaftler unter dem Mikroskop erkennen, wie sich der Virus im Wirtskörper ausbreitet. Interessanterweise ist der Virus mit 1,5 Mikrometern Länge etwas größer als die beiden bekannten Virenfamilien. Das Genom enthält jedoch lediglich 467 Proteine, wohingegen Pandoraviren bei einer Länge von ungefähr einem Mikrometer auf zirka 2500  Proteine kommen.

Die Forscher warnen eindringlich davor, dass in Zukunft womöglich krankmachende Viren aus dem Permafrostboden freigesetzt werden könnten. Schuld daran sind Bohrungen in der Arktis und natürlich mal wieder die globale Erwärmung, die solch ein Freisetzen möglich machen könnten. Schauen wir mal, was uns eventuell irgendwann einmal dahinrafft.