Einfach so in freier Wildbahn Wasser abzuschlagen, Kippen wegzuwerfen oder Kaugummi auszuspucken, kann hierzulande teuer zu stehen kommen, je nachdem, in welchem Bundesland/welcher Stadt man sich befindet. Eisenhart will man in dieser Hinsicht künftig in Hannover gegen Wildpinkler und Co. vorgehen und empfindliche Geldbußen verhängen.

50 Euro müsste man für ein ausgespucktes Kaugummi zahlen, die gleiche Summe würde für eine weggeschnippte Kippe fällig. Nicht entfernter Hundekot würde dann mit 150 Euro, wildes Pinkeln sogar mit 200 Euro Strafgeld zu Buche schlagen – der Bezirksrat Mitte in Hannover möchte eine saubere Stadt mit einem ebensolchen Stadtbild auf Straßen und Plätzen und fordert daher einen verpflichtenden Bußgeld-Katalog mit schärferen Sanktionen.

Ratsherr: „Ordnung erfordert Sanktionen“

Noch sind Bußgelder in Hannover Einzelfallentscheidungen, die an eine Regelung des Umweltministeriums von 2008 gebunden sind – so werden für die oben genannten Ordnungswidrigkeiten momentan zwischen 10 bis 50 Euro fällig. Auch Städte wie Oldenburg oder Emden arbeiten nach dieser Regelung.

Noch steht nicht fest, ob das Ordnungsamt der Stadt Hannover den Forderungen nach strengeren Maßregelungen nachkommt – weshalb die CDU den neuen Katalogentwurf auch dem Stadtrat vorlegen will. Ratsherr und Umweltpolitiker Maximilian Oppelt ist überzeugt: „Wer Recht und Ordnung will, braucht auch die Möglichkeit von klar definierten Sanktionen.“ Es wird sich zeigen müssen, ob der Rat der Stadt Hannover diese Meinung teilt.

Quelle: bild.de