Widerstand gegen 9-Euro-Ticket: Erste Bundesländer schießen quer – Im Zuge des Entlastungspaketes der Regierung rieben sich Millionen deutsche Bürger schon die Hände über das kommende Neun-Euro-Ticket. Denn für einen Zeitraum von drei Monaten kann man mit diesem Ticket für neun Euro monatlich deutschlandweit alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. (Ausgenommen sind hier IC und ICE)

Doch wie „Bild“ berichtet, drohen nun offenbar die ersten Bundesländer mit Widerstand bezüglich des 9-Euro-Tickets. Demnach wollen sie das 9-Euro-Ticket im Bundesrat noch stoppen, das eigentlich ab dem 23. Mai 2022 verkauft werden soll und dann von Juni bis August verfügbar sein wird. Der Streitgrund hinter dem 9-Euro-Ticket-Widerstand einiger Bundesländer ist das liebe Geld.

„Keine Zustimmung, solange der Bund keine zusätzlichen Mittel bereitstellt.“

So sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) jetzt: „Wenn der Bund glaubt, er könne sich auf dem Rücken der Länder für ein dreimonatiges Trostpflaster beklatschen lassen und andere sollen dafür die Rechnung zahlen, dann hat er sich gewaltig getäuscht.“

Auch der Grünen-Verkehrsminister Baden-Württembergs, Winfried Hermann, mahnte nun gegenüber „Süddeutsche Zeitung“, dass der Bund die Mittel für den Nahverkehr erhöhen müsse, denn sonst „könnte das Gesamtpaket Tankrabatt und 9-Euro-Ticket im Bundesrat scheitern.“ Wesentlich aggressiver äußerte sich derweil Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer von der SPD: „Keine Zustimmung, solange der Bund keine zusätzlichen Mittel bereitstellt.“

Es bleibt spannend, denn bereits am kommenden Donnerstag soll das Vorhaben der Ampel-Koalition vom Bundestag beschlossen werden, gefolgt am darauffolgenden Freitag mit einem finalen Beschluss des Bundesrates.

Quelle: bild.de