Galt der Beruf des Pornodarstellers lange Zeit als verrucht, drängen Erotik-Stars mittlerweile immer mehr in die breite Öffentlichkeit und werden zunehmend Teil der viralen Pop-Kultur. Ein gutes Beispiel dafür ist Hanna Secret, die sich neben ihren Jobs als Pornodarstellerin und Camgirl auch noch als Autorin verdingt. Außerdem informiert sie auf YouTube über Sex und nutzt ihre Reichweite dabei auch gerne mal, um auf ernste und wichtige Themen aufmerksam zu machen.

So widmete sie sich anlässlich des diesjährigen Osterfestes unter dem Titel „Eier (UNTER) suchen“ beispielsweise dem Hodenkrebs.

Hanna ist gelernte Krankenschwester und weiß von daher, dass vielen Männern immer noch nicht klar ist, dass man Hodenkrebs nicht nur leicht diagnostizieren, sondern auch noch sehr gut im Frühstadium behandeln kann. Das verbessert die Heilungschancen im Vergleich zu einer späten Diagnose enorm.

Hinzu kommt der Irrglaube, dass nur ältere Männer betroffen seien. Laut Hanna ist aber tatsächlich das Gegenteil der Fall:

„Das Krasse finde ich – und jetzt kommen wir mal ein bisschen zu den Fakten – ist einfach, dass bei dieser Krebsart schon sehr viele junge Männer betroffen sind. Denn: Krebs ist nix für alte Menschen einfach nur. Auch junge Menschen können Krebs bekommen, und gerade bei diesem Hodenkrebs liegt das Alter zwischen 25 und 40 Jahren.“

Im Falle einer frühzeitigen Behandlung ist dabei nur mit relativ geringen Nebenwirkungen zu rechnen. Zudem könne Unfruchtbarkeit reduziert, wenn nicht sogar gänzlich ausgeschlossen werden.

Und auch der Impotenz könne man so vorbeugen.

Ob man selber betroffen ist, macht sich Hanna zufolge an folgenden Symptomen bemerkbar: „Einmal geschwollene Hoden – meistens ist der eine größer als der andere –, dann Knötchen oder Verhärtungen, die da nicht zu tun haben und vielleicht auch mit Schmerzen verbunden sind.“

Da es aber auch immer wieder vorkommt, dass Betroffene keine Schmerzen oder Beschwerden aufweisen, ist der regelmäßige Gang zum Urologen enorm wichtig.

Hinsichtlich der Selbstdiagnose geht Hanna auf unterschiedliche Methoden ein.

Um festzustellen, ob ein Hoden größer ist als der andere, rät sie dazu, sich in einen Raum zustellen, der schön warm ist: „Das ist ganz wichtig. Denn wenn der Raum zu kalt ist, dann gehen die Hoden richtig Körpertemperatur.“

Vor einem Spiegel soll man dann einen optischen Check vornehmen, ob ein „krasser“ Unterschied festzustellen ist.

Hanna betont das „krass“, weil ein paar Millimeter oder auch ein, zwei Zentimeter Unterschied noch kein Grund zur Besorgnis sind: „Bei uns Frauen sind die Brüste nun mal auch nicht symmetrisch, da ist auch eine immer anders als die andere.“

„Dann – und das ist auch wirklich wichtig – untersucht beide Hoden einzeln.“

Denn auch wenn beiden Hoden gleich groß zu sein scheinen, bedeutet das nicht automatisch, dass man keinen Hodenkrebs hat. Von daher sollte man die Hoden nochmal, jeden für sich, auf Knötchen oder Klumpen untersuchen, indem man sie zwischen Daumen und Zeigefinger hin- und herschiebt.

„Habt ihr eines von den beiden Symptomen festgestellt und fühlt euch dabei wirklich unsicher, dann solltet ihr auf jeden Fall einmal den Gang zum Urologen gehen.“

Abschließend appelliert Hanna abermals an alle Männer: „95 Prozent aller Hodenkrebs-Fälle, die wirklich früh diagnostiziert werden, können geheilt werden ohne irgendwelche Einschränkungen.“

Quelle: tag24.de