Liebe Kinder, es gab mal eine Zeit, in der Frauen zwar genauso zickig waren wie heute, jedoch kein Problem damit hatten, wenn wir Männer das auch so sagten. Und so ist es auch zu erklären, dass damals Wetterphänomene, die als recht launisch galten, ausschließlich Frauennamen bekamen. In Deutschland waren das die sogenannten „Tiefs“, in den USA die Hurrikane.

Derlei Systeme gelten heute wie so vieles andere auch als diskriminierend, weswegen nun schön brav immer wieder zwischen Mädchen- und Jungennamen abgewechselt wird. Die Welt hat ja auch sonst keine Probleme, für die zu demonstrieren es sich lohnt, aber sei's drum. Interessant ist aber nun, dass die Waage in die ganz andere Richtung kippen könnte. DennForscher der Universität von Illinois fanden heraus, dass Hurrikane mit weiblichen Namen gefährlicher sind als jene mit männlichen.

Natürlich liegt das nicht daran, dass die Wirbelstürme sich dem Geschlecht entsprechend benehmen, sondern schlicht daran dass wir Hurrikane mit dem Namen Cindy oder Belle als minder bedrohlich wahrnehmen. Folglich sind betroffene Menschen weniger bereit, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen oder sich evakuieren zu lassen, was eine höhere Zahl an Todesopfern zur Folge hat. So seltsam das alles klingen mag, lässt es sich tatsächlich anhand von Zahlen belegen.

Die Forscher raten deshalb dazu, das System der Namensgebung zu ändern. Allerdings würde das vermutlich auch nur wieder dazu führen, dass Frauen sich benachteiligt fühlen. Schöne neue politisch korrekte Welt.