Wetter: Experten geben Prognose für Oktober ab – Der September ist heiß, sehr heiß – von Herbst plötzlich keine Spur mehr, der Spätsommer bringt uns zum Schwitzen, nachdem er erst eine kurze Pause eingelegt hatte. Wird der Rest des Herbstes auch so mild, oder bricht ab Oktober bereits der Winter ein? Das denken Deutschlands Wetterexperten 

Am gestrigen Dienstag wurden deutschlandweit Höchstrekorde für den September verzeichnet und im ganzen Land die 30-Grad-Grenze teils förmlich überflogen: Gelsenkirchen etwa verzeichnete mit 36,2 Grad den Höchstwert, anderswo kletterte das Thermometer auf bis zu 35 Grad. In Trier stieg die Quecksilbersäule auf 34,8 Grad – ein Rekordwert für den September seit Beginn der Aufzeichnungen 1948. Nun fragen sich viele, wie es weitergeht.

In Sachen Wärme soll sich den Wetterdiensten zufolge auch in den nächsten Tagen nichts ändern: Es bleibt trocken und sonnig, im Westen und im Süden noch mindestens sechs, möglicherweise sieben Tage lang. Dabei sollen sich die Temperaturen durchgängig um die 25 Grad bewegen. Im Norden und Osten wird es mit 20 bis 24 Grad etwas kühler, aber eben nicht herbstlich frisch.

Sowohl der amerikanische als auch der europäische Wetterdienst sind überzeugt: Das Herbstwetter für 2020 wird überdurchschnittlich warm werden, kein früher Wintereinbruch, so heißt es. Lediglich ob es viel oder wenig Niederschlag geben wird, darüber diskutieren die Experten. Anders sieht das der private Wetterdienst „Accuweather“. Dort prophezeit man uns nämlich besagten frühen Wintereinbruch.

Ab der zweiten Herbsthälfte soll es laut dem Dienst so weit sein mit der Kälte, nachdem die ersten Herbstwochen „Accuweather“ zufolge nach wie vor sehr warm bleiben werden. Dann jedoch wird laut der Prognose der Experten eine Kaltfront aus Nord-Nordwest heranrollen, die uns den Winter in diesem Jahr früher beschert.

Deren Kollege Dominik Jung, Diplom-Meteorologe beim Wetterdienst „Q.met“, sagte gegenüber „wetter.net“: „Wir könnten schon die ersten Schneeflocken im November bekommen.“ Wie gut die Prognosen von „Accuweather“ in der Regel sind, lässt sich an ihrer Erfolgsquote ablesen – Monate vor den Hitze-Rekorden im August hatte man dies bei dem privaten Wetterdienst prophezeit.

Quelle: op-online.de