Weniger Nikotin: USA wollen Suchtmittel in Zigaretten verringern – Diskussionen und Maßnahmen gegen das Rauchen schlugen schon immer hohe Wellen. Nun will das Team um den neuen US-Präsidenten Joe Biden an einer ganz anderen Schraube drehen, um die Menschen von den Zigaretten loszubekommen.

Genauer gesagt will man den Nikotingehalt in Zigaretten auf ein Minimum reduzieren, den Inhaltsstoff, der süchtig macht. Dies berichtete nun das „Wall Street Journal“, das sich auf Regierungsquellen beruft. Aus dem Bericht geht ebenfalls hervor, dass die USA planen, ein Verbot von Mentholzigaretten in die Diskussionsrunde zu werfen.

Auch wenn laut der Behörde Food and Drug Administration (FDA) Nikotin an sich weder als Auslöser für Krebs noch für Herz- oder Lungenkrankheiten gilt, so ergibt es für sie Sinn, an diesen Inhaltsstoff zu gehen: Da der süchtig machende Stoff am Ende dafür sorgt, dass Menschen sich dem Verlangen nach der Zigarette ergeben.

Die US-Regierung erhofft sich durch die Verminderung des Nikotingehalts auf einen Mindestwert, dass die Raucher es besser schaffen, ganz aufzuhören oder zumindest dann auf Alternativen wie Nikotinkaugummis, Lutschtabletten oder E-Zigaretten umsteigen. In den USA zählt man jedes Jahr rund 480.000 Todesfälle, die in Verbindung mit Zigarettenkonsum stehen.

Wenig verwunderlich, dass ein Unternehmenssprecher von Marlboro den Vorstoß der Biden-Administration kritisch betrachtet: „Jede Maßnahme, die die FDA ergreift, muss auf Wissenschaft und Beweisen basieren und die realen Konsequenzen solcher Maßnahmen berücksichtigen, einschließlich des Wachstums eines illegalen Marktes und der Auswirkungen auf Hunderttausende von Arbeitsplätzen von der Farm bis zu den lokalen Geschäften im ganzen Land.“
 
Wir sind gespannt, wie sich das nun entwickeln wird. Mit dem Ziel, dass Zigaretten nicht mehr süchtig machen, könnten die USA jedenfalls Vorreiter werden im Kampf gegen das Rauchen.

Quelle: bild.de