Weltall: Forscher entdecken neue Super-Erde – Die Suche in den Weiten des Alls nach erdähnlichen Planeten beschäftigt Menschen seit Dekaden. Schließlich wird man nicht bis in alle Ewigkeiten auf unserem Blauen Planeten leben können. Aktuell wurde mit Gliese 486b ein Planet von Forschern des Max-Planck-Instituts entdeckt, der als „Super-Erde“ betitelt wird.

Seit zweieinhalb Jahrzehnten haben Astronomen bereits einige Exoplaneten – also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – entdeckt, die aus Gas, Eis und Gestein bestehen. Also potenzielle Kandidaten für eine neue Erde. Mittlerweile sind es Tausende dieser Exoplaneten, die aufgespürt wurden.

Forscher sprachen diesbezüglich sogar davon, dass sie „24 erdähnliche Planeten gefunden zu haben, auf denen die Lebensbedingungen teils sogar besser seien, als auf unserem Heimatplaneten“. Was die aktuelle Neuentdeckung von Gliese 486b betrifft, so liegt dieser Planet mit 26 Lichtjahren im Verhältnis recht nahe unserer Erde sowie unseres Sonnensystems.

Forscher sprechen hier von einem „Glücksfall“, da durch die geringe Entfernung eine intensivere Beobachtung einer fremden Atmosphäre durch neue Teleskope möglich sei. Die „Super-Erde“ kreist um den Zwergstern Gliese 486, weshalb man den Exoplaneten Gliese 486b taufte. Der erdähnliche Himmelskörper ist um 30 Prozent großer als unser Heimatplanet und könnte möglicherweise einen Teil seiner ursprünglichen Atmosphäre behalten haben.

Die Atmosphäre von „Gliese 486b“ verbindet dabei nach Erkenntnissen der Astronomen Eigenschaften von Erde und Venus und er besitzt wie unser Planet einen metallischen Kern. Die Anziehungskraft ist im Vergleich zum Blauen Planeten um 70 Prozent stärker. Allerdings ist es auf Gliese 486b ziemlich heiß, denn der Zwergstern Gliese 486 heizt die Oberfläche der Super-Erde auf mindestens 430 Grad Celsius auf. Leben wird es dort nach irdischen Kenntnissen nicht geben.

Aber Gliese 486b ist vor allem deshalb interessant, da er sich perfekt eignet, die besagte Atmosphäre eines Planeten außerhalb unseres Sonnensystems für zukünftige Erkenntnisse zu erforschen. So oder so fasziniert jeder neue Planet, der sich uns zeigt.

Quelle: infranken.de