Es ist ja nichts Neues, dass unsere allseits beliebten Discounter weit besser sind als ihr Ruf. Aber mal im Ernst, hättet ihr gedacht, dass ausgerechnet Aldi der mit Abstand größte Weinverkäufer in Deutschland ist? Und das nicht nur, weil man dort die Billigplörre aus den Regalen reißt. Auch Top-Winzer bieten ihre Ware mittlerweile nicht mehr nur im Fachhandel an.

Dieser hat angesichts der immer stärkeren Marktposition deutscher Supermärkte im Weinverkauf mittlerweile schlechte Karten. Satte 74 Prozent des Handels entfallen auf Lebensmittelhändler, 48 Prozent auf die Discounter. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Preise aus. Ein Liter Wein geht hierzulande für durchschnittlich 2,84 Euro über die Theke.

Deutsche Weine sind dabei zwar beliebt wie nie, jedoch wird es für heimische Winzer schwer, die Nachfrage zu bedienen, da die letztjährige Ernte verhältnismäßig mager ausfiel. 8,3 Millionen Hektoliter sind zu wenig, will man neben dem regionalen Handel auch die steigende Nachfrage des Auslands bedienen. Denn Amerikaner trinken recht gerne einen guten Tropfen aus der Bundesrepublik und sorgen für 25 Prozent des Exporterlöses. Auf Platz zwei stehen die Niederlande, auf Platz drei skandinavische Länder.

Da man im Ausland mit deutschem Wein bessere Preise erzielt, darf man gespannt sein, wie viel der knappen Ernte letztlich auf den deutschen Handel entfällt.

Quelle: Welt