Weil sie unheilbar krank ist: Vater läuft für Tochter 2000 Kilometer barfuß – Um seiner Tochter Hoffnung zu schenken, läuft ein Vater barfuß. Rund 2000 Kilometer, quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Um Spenden zu sammeln, geht es gegen den eigenen Körper an, Kilometer um Kilometer mit Gepäck, auch wenn die Füße schmerzen. Dennoch: Der Soldat gibt nicht auf. Sein Ziel: „Hoffnung für Hasti.“

Hasti, so der Name seiner neunjährigen Tochter, ist am Cornelia-de-Lange-Syndrom (CdLS) erkrankt. Ein sehr seltenes Gebrechen, das nicht nur Lernschwächen und Wachstumsstörungen zur Folge hat, sondern auch zu vorzeitigem Altern führen kann. Die CdLS-Diagnose für Hasti erfolgte bereits 2018 – und die Ärzte hatten keine guten Neuigkeiten für die Eltern Chris und Hengameh Brannigan.

Forschung ankurbeln

So würde ihr Kind noch vor der Pubertät spürbar eingeschränkt – und es existieren weder eine Behandlungsmethode noch eine Hoffnung auf Heilung. Für die meisten Eltern wohl Grund genug, zu verzweifeln. Nicht so für Vater Chris Brannigan: Seit dem 31. August ist der Major der britischen Streitkräfte in Nordamerika unterwegs, läuft barfuß von Maine nach North Carolina, quer durch die USA. Sein Ziel, wie „Bild“ berichtet:

Rund 3,4 Millionen US-Dollar Spendengelder zu sammeln, umgerechnet 2,9 Millionen Euro. Mit diesem Betrag möchte Chris die Forschung für Tochter Hastis Erkrankung ankurbeln, einen Weg suchen lassen, wie sie doch geheilt werden kann. 53 Tage will er dafür barfuß unterwegs sein, hat dabei 25 Kilogramm Gepäck auf den Schultern. 30 bis 50 Kilometer reißt er so jeden Tag auf nackten Sohlen ab.

Kampf gegen den eigenen Körper

450 Kilometer hat er laut „Bild“ bereits geschafft, Sonntag erreichte er Osten. Dass eine solche Tortur an dem Manne nicht spurlos vorübergeht, sagt er selbst in der „New York Post“: „Mit dem Extragewicht fühlen sich meine Füße ständig schrecklich an. Es ist wirklich schwer, jeden Tag etwas zu tun, wenn du weißt, dass es weh tut und dein Körper dir sagt, aufzuhören.“

Kein Grund für den Familienvater, zu kapitulieren. Er hatte bereits zuvor einen 1120-Kilometer-Marsch vom nördlichsten Punkt Schottlands bei Land’s End bis nach Edinburgh auf diese Weise durchgezogen und dabei für seine Hilfsorganisation „Hope for Hasti“ 450.000 Euro gesammelt.

Egal, wie hart die Strapazen sind, Chris will weitermachen:

„Hasti hat eine seltene Krankheit und es wird keine Behandlung geben, wenn wir sie nicht erschaffen. Es gibt keine Investitionen von der Pharma-Industrie oder von Regierungen. Diese Krankheiten fordern Eltern, für ihre Kinder einzustehen. Und wenn ich die Schritte nicht gehe, wird es keine Behandlung für CdLS geben.“

Quelle: bild.de