Weil ihr Freund sie an Menschenhändler verkauft haben soll: Vater einer Tochter begeht Selbstjustiz – Nachdem er herausfand, dass der Freund seiner Tochter sie an eine Bande von Menschenhändlern verkauft hatte, wird einem Vater aus den USA nun vorgeworfen, besagten Freund erstochen zu haben. Er steht wegen vorsätzlichen Mordes vor Gericht.

Der 60-jährige John Eisenman aus Spokane (Washington) soll den 19-jährigen Aaron Sorensen bereits letztes Jahr ermordet haben. Eisenman wurde verhaftet, nachdem der gefesselte und geknebelte Leichnam Sorensens im Kofferraum eines verwaisten Fahrzeugs an der East Everett Avenue in Spokane entdeckt worden war. Die Polizei vermutet, dass der Freund seiner Tochter nach einem Streit November 2020 erstochen wurde.

Befreiungsaktion gelang

Berichten zufolge hatte der Tatverdächtige im Oktober 2020 herausgefunden, dass Sorensen Eisenmans Tochter in Seattle für 1000 US-Dollar (umgerechnet rund 863 Euro) an eine Menschenhändler-Bande verkauft hatte, die darauf spezialisiert ist, Frauen sexuellem Missbrauch auszusetzen. Es gelang Eisenman, seine Tochter zu befreien und nach Hause zu holen.

Danach soll er Sorensons Aufenthaltsort aufgespürt haben, um ihm vor Ort aufzulauern. Mutmaßlich überfiel er den 19-Jährigen und erstach ihn. In einer Mitteilung der Polizei heißt es (Übersetzung d. Verf.): „Während dieser Begegnung entführte Eisenman das Opfer, fesselte es und legte es in den Kofferraum eines Fahrzeugs. Anschließend griff Eisenman das Opfer an, indem er ihm einen Betonklotz auf den Kopf schlug und dann wiederholt auf es einstach, was zu seinem Tod führte.

Nach dem Mord fuhr Eisenman das Fahrzeug in ein abgelegenes Gebiet im Norden von Spokane County und stellte das Fahrzeug mit der noch darin befindlichen Leiche ab.“

Vater widerstandlos verhaftet

Jemand anderes fand das Fahrzeug dort vor, fuhr es und hinterließ es schließlich an der East Everett Avenue. Später wurde es dort aufgefunden und darin der Leichnam. Das Fahrzeug, ein Honda Accord Baujahr 1991, konnte mit einer Halterermittlung Eisenmans Verlobter zugeordnet werden. Als die Polizei sich für eine Befragung zu ihr begab, traf sie den Verdächtigen an der Tür an, der zu Protokoll gab, das Fahrzeug sei 2020 gestohlen worden.

Dabei äußerte die Verlobte, dass seinerzeit die gemeinsame noch minderjährige Tochter der beiden von Sorensen an die Menschenhändlerbande verkauft worden war – und dass sowohl sie als auch Eisenman nach Seattle gefahren waren, um das Kind zu retten. Der Verdächtige zeigte sich daraufhin laut den Berichten der Beamten kooperativ und ließ sich ohne Widerstand verhaften. Er befindet sich gegenwärtig in Untersuchungshaft.

Quelle: ladbible.com