Weil er Rentnerin schwer verletzte: Straßenräuber in Haft mit kochendem Wasser verbrüht – Nicht nur die Popkultur weiß, dass im Gefängnis mitunter raue Sitten herrschen. Insbesondere, wenn Insassen von bestimmten Straftaten wie Kindesmissbrauch oder Angriffen auf Wehrlose erfahren, kann das Folgen für Täter haben. Eine Erfahrung, die auch ein Straßenräuber machen musste. Mithäftlinge hatten wohl erfahren, dass der Mann bei einem Handtaschenraub eine alte Dame schwer verletzt hatte. Dafür übergoss einer von ihnen den Insassen mit kochendem Wasser.

Der 35-jährige Dean Kenyon benötigt mehrere Operationen, nachdem ein Mithäftling die Tat begangen hatte. Kenyon befand sich in Haft, weil er im Januar 2022 einer 79-jährigen Rentnerin die Handtasche entrissen hatte. Dabei stieß er sie hart zu Boden. Das Opfer erlitt „lebensverändernde“ Verletzungen, wie das Portal „LADbible“ schreibt.

Die Flucht mit der Handtasche nutzte Keynon nichts:

Die Polizei des Ortes Consett im englischen Landkreis Durham konnte ihn auf Aufnahmen von Straßenkameras identifizieren. Er wanderte in Untersuchungshaft. Für die Verhandlungen aufgrund des Straßenraubs wurde er einem Gericht mehrfach in Folge per Video-Chat zugeschaltet. In einer vorherigen Anhörung hatte er sich bereits des Überfalls schuldig bekannt. Im Zuge der U-Haft kam es zu dem Vorfall. Der Anwalt des Handtaschenräubers, Chris Morrison gegenüber dem Gericht:

„Ihm wurde kochendes Wasser über Arme und Beine gegossen, was zu Hauttransplantationen an Armen und Beinen führte. Er hatte bereits fünf Eingriffe, die seine Mobilität beeinträchtigen. Er steht derzeit unter starken Beruhigungsmitteln und leidet unter ständigen, brennenden Schmerzen.“ Weiter führte der Anwalt aus, Kenyon sei reumütig, „am Boden zerstört“, aufgrund seiner kriminellen Handlungen. „Das Maß der Reue in dieser Sachlage ist offenkundig“, so der Verteidiger.

Dieser führte aus:

„Als ihm die nüchterne Erkenntnis dessen dämmerte, was er dieser zerbrechlichen Frau angetan hatte, war er am Boden zerstört, und er ist es bis heute.“ Demnach sei Kenyons Angriff auf die Seniorin ein Fall von Beschaffungskriminalität gewesen, er habe sie überfallen, um „Geld für Drogen zu erhalten“. Staatsanwältin Annie Richardson betonte, das Opfer habe „starke Schmerzen in der rechten Hüfte“. Man habe zudem die Hausschlüssel der Seniorin später in Kenyons Jacke gefunden, er hatte sie nicht entsorgt.

Kenyons Reue wird durch die Tatsache überschattet, dass es sein zweiter Angriff dieser Art auf eine Frau war. Im Oktober 2020 hatte er eine Mittfünfzigerin im englischen Teeside auf diese Weise um ihre Handtasche und ihren Seelenfrieden gebracht: Demnach schlich er sich an sein Opfer an und stieß es in die Schaufensterscheibe eines Friseursalons, bevor er mit der Handtasche entkam. Die Kreditkarten der Frau wurden damals beim Täter gefunden – was fehlte, waren unersetzliche Bilder der Eltern, die das Opfer in der Tasche aufbewahrt hatte.

Der Angriff traumatisierte die Mittfünfzigerin damals so sehr, dass sie zwischenzeitlich unter Angststörungen litt.

Kenyon wurde vom Gericht zu einer sechsjährigen Haftstrafe mit Option auf drei Jahre Verlängerung verurteilt.
 

Quelle: ladbible.com