Weil er Blitzer den nackten Hintern zeigte: Polizei-Übermacht wirft Todkranken zu Boden – Sich einen letzten Wunsch zu erfüllen, das kann ebenso tragisch wie schön sein, auch wenn der Anlass dafür in den meisten Fällen sicher nicht so angenehm ist. Ein todkranker Mann wurde nun verhaftet, nachdem er versuchte, einen Posten auf der sogenannten „Bucket List“ abzuhaken: Er wollte einmal im Leben einem Blitzautomaten den nackten Hintern zeigen – das rief die Ordnungsmacht auf den Plan.

Der 55-Jährige heißt Darrell Meekcom und stammt aus dem englischen Kidderminster, Worcestershire. Letzten Monat erfuhr der chronisch Kranke bei einem Arztbesuch, dass sein Körper, der unter gleich mehreren Erkrankungen leidet, multiple Systematrophie entwickelt hat – einen tödlichen Zustand, der das gesamte Nervensystem beeinflusst. Der Universitätsdozent im Ruhestand begann, eine Liste mit Dingen, die er im Leben machen wollte, aufzustellen:

Die berühmte „Bucket List“

Darauf fand sich neben Dingen wie Fallschirmspringen und einem Bungeesprung eben auch der Wunsch, einer Radarfalle den nackten Hintern zu präsentieren. Genau das tat er dann auch am 5. November 2021. Die Polizei reagierte prompt darauf – und fuhr mit gleich drei Einsatzfahrzeugen bei dem Rentner vor. Als er sich weigerte, die Beamten einzulassen, traten sie das Gartentor ein, verschafften sich Zugang und rangen Meekcom zu Boden.

Dort legten sie dem Mann Handschellen an. Seine 36-jährige Ehefrau Sarah filmte den Vorfall vom Haus aus. Auf dem Material ist zu hören, wie der Vater von zwei Kindern die Beamten konfrontiert (Übersetzung des Verfassers): „Ich bin tödlich erkrankt, ich kann so nicht atmen. Das ist doch lächerlich – ich habe nur einer Radarfalle den Hintern gezeigt.“ Die Antwort einer Beamtin: „Das ist eine aussagekräftige Erklärung, die Sie uns gerade gegeben haben.“

„Vor den Kopf gestoßen“

Auch die Versuche des Mannes, zu erklären, dass die Aktion auf der Liste seiner Lebenswünsche stand, fruchtete nichts. Er wurde mit aufs Revier genommen. Nun wird gegen ihn wegen unsittlichen Verhaltens und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Meekcom leidet an Parkinson, hat zudem Herz- und Nierenprobleme und fühlt sich nach eigener Aussage „vor den Kopf gestoßen“, dass er auf diese Weise verhaftet wurde:

Das war etwas, was ich schon immer tun wollte, denn ich wurde schon ein paar Mal wegen alberner Geschwindigkeiten wie 35 km/h in einer 30er-Zone erwischt, und das hat mich immer geärgert. Als ich letzten Monat die Diagnose erhielt, schlug meine Frau vor, eine Bucket List zu erstellen, und das war eines der Dinge, die ich nun zu einem gewissen Preis abhaken konnte.“

Der 55-Jährige erklärte, wie er der Radarfalle den Hintern zeigte:

„Ich stieg aus dem Auto und zeigte meinen Hintern. Ich zog meine Hose hoch und stieg wieder ins Auto ein. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Es war ein guter Spaß. Ich kam nach Hause und innerhalb von 20 Minuten stand ein Polizeiwagen vor der Tür. Die hämmerten an das Fenster. Innerhalb von weiteren fünf Minuten tauchten drei Streifenwagen auf. Ich sagte zu meiner Frau, dass ich auf keinen Fall da rausgehen würde. Ich hatte ja nichts verbrochen.“

Meekcom betonte, dass man sein Gartentor in Stücke „geschmettert“ habe, zudem sei seine Vordertür beschädigt worden und er selbst habe einen Schlag auf den Hinterkopf erhalten. Er erläuterte: „Ich hatte zu viel Angst, um hinauszugehen. Es war wirklich höchst beängstigend.“

Quelle: ladbible.com